#ECHTJETZT | Realtalk Podcast

👩‍🍳 Warum Backen und Organisieren oft bei Müttern landet 📋

Loreen Tirado, Christine Bäker Episode 11

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0:00 | 41:36

🎙️ #ECHTJETZT – der Podcast für alles, was uns wirklich bewegt! 🙌

Willkommen in eurem neuen Lieblingsformat, gehostet von Christine „Tine“ Bäker und Loreen „Lori“ Tirado – zwei Frauen, die kein Blatt vor den Mund nehmen und über genau das sprechen, was uns im Alltag begegnet, beschäftigt, verwirrt oder zum Lachen bringt.

Authentisch, direkt, humorvoll – eben #ECHTJETZT

Also: reinschalten, abtauchen, weiterempfehlen und Teil unserer Runde werden!

👉 bio.to/echtjetzt

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IN DIESER EPISODE

Wir reden darüber, warum rund um Schulkinder so oft Mütter organisieren, erinnern und umsetzen, selbst wenn andere die besten Ideen haben. Dabei schauen wir ehrlich auf Mental Load, Schuldgefühle beim Nein und darauf, wie Schule und Familie Aufgaben gerechter verteilen könnten. 

  • Leitfrage freiwillig engagiert oder automatisch zuständig 
  • warum Elternabende und Schulgremien oft von Müttern getragen werden 
  • Wahrnehmungseffekte und wie Rollen sich in Familien einschleifen 
  • persönlicher Anspruch, Kindern eine schöne Schulzeit zu machen 
  • Mental Load hinter Brotdose, Stundenplan, Sportsachen und Fundkiste 
  • Nein sagen, Abgrenzung und das schlechte Gewissen 
  • was Schulen strukturell ändern könnten für fairere Aufgabenverteilung 
  • Rollenbilder, die Kinder über Elternverhalten lernen und wieder verlernen 
  • Wenn ihr irgendwie sagt, ey, würde ich gerne mal durch eure Münder hören, also kontaktiert uns auf sämtlichen Kanälen, die euch einfallen. 

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Ankommen Und Folge Elf

Tine

Willkommen bei Echt jetzt, dem Podcast mit Tine und Lori.

Lori

Hier wird nicht beschönigt, nicht gefiltert und nicht so getan, als wäre immer alles easy. Wir reden über das, was wirklich passiert: Im Kopf, im Leben und dazwischen. Echt jetzt? Hallo und herzlich willkommen zur elften Episode, Tine.

Tine

Elfmal. Elf. Elf. Elf, elf. Haben wir mit elf irgendwas? Nee, ne? Du hast es halt so ein bisschen gleich.

Lori

Nee, aber ich finde so Schnapszahlen, also ich wäre nicht nochmal gerne elf. Oh, nee. War das ja nichts halbes und nichts anderes? So Präpubertär. Nee. Aber irgendwie elf, das fühlt sich für mich nicht so an.

Tine

Als wäre es schon die elfste Folge? Da könnte man glatt sagen, echt jetzt?

SPEAKER_03

Sonst habe ich vielleicht zu spät geschaltet.

Tine

Entschuldigung, die hätte da vorhin denke ich schon so starten sollen. Naja, ist gut. Okay. Also die elfte Folge. Na denn nochmal ein elftes Mal herzlich willkommen zu Echt jetzt! Oh, danke schön. Mit Tine und Lori.

Ärger Mit Elternabend Vorschlägen

Lori

Und wir hatten in der letzten Folge Luise zu Besuch. Und zwar nicht die Paartherapeutin Coachin und Tausendsasser Luise, sondern Privat Luise. Luise Luise.

SPEAKER_05

Luise Luise.

Lori

Und wir sind zum Muttertag ausgestrahlt und das heutige Thema, darum hat mich eine Freundin gebeten. Ach, hör auf. Die hat nämlich gesagt, dass sie richtig davon genervt ist, wenn sie in den Elternversammlungen ihrer Töchter sitzt und anwesende Väter. Achso, ich dachte, und ihr Mann zu Hause sitzt und ein Bier trinkt. Nee, nee, nee, nee. Aber anwesende Väter ganz tolle Vorschläge haben, die dann immer die Frauen machen sollen. Also die Mütter. Die eigenen. Ach, die anwesenden Mütter ist. Kuchenbazar und basteln Nachmittage. Sie selbst können dann aber nicht, aber die anwesenden Mütter sollen es dann machen.

Tine

Ich dachte, sie schlagen das für ihre Frauen vor, die gerade nicht da sind und nicht Nein sagen können. Im entferntesten Sinne wird es vielleicht auch so laufen.

SPEAKER_01

Kuchenbazar.

Tine

Ich würde sagen, Keksbazar.

Lori

Keksbazar. Oh Gott. Ja. Also, bevor wir euch nochmal unser Thema vorlesen, wir haben übrigens neue Studiotechnik hier. Wir sind ein bisschen aufgeregt auch. Wir sind aufgeregt und in unseren kurzen Videos könntet ihr jetzt sehen, dass wir gar nicht so aus der Lemgue performen, wie es klingt.

Tine

Das tun wir normalerweise schon, aber wir haben uns lange nicht gesehen und deswegen sind wir heute besonders vorbereitet vorbereitet. Bei Wochen sind lang. Stimmt. Achtung. Ich bin sowas von beachtet.

SPEAKER_00

Voll gegrüßelt.

SPEAKER_01

Ich muss damit grün bei den Pusel. Warte.

Tine

Damit können wir auch mal eine Folge füllen. Nur mit Soundeffekten. SS ASMR.

Lori

Eine plötzliche Reise mit einem netten Begleiter steht Ihnen bevor.

SPEAKER_00

Ihnen zu Hause vielleicht.

Tine

Eine plötzliche Reise mit einem netten Begleiter steht Ihnen bevor. Aber da kann man jetzt eine richtig wilde wilde Ableitung machen zu unserem Thema heute. Wenn es einer Mama nämlich zu viel wird. Und sie sagt, ich hab die Schnauze hier voll. Da bin ich raus, ich suche mir einen Begleiter. Und eine Reise. Ciao Miau. Vielleicht wandere ich auch aus. Mach den Scheiß hier, Lena. Aber wirklich. Denkst du das manchmal?

Lori

Ja. Echt, ja? Ja. Echt jetzt, ja? Ja, ja. Also wir sprechen heute über die Rolle der Frau rund um die Schulkinder. Und natürlich gehört auch zu meiner Wahrheit, dass ich ganz oft denke, wisst ihr was? Ich bin ja immer der Arsch hier. Guckt mal, wie ihr ohne mich klarkommt.

Tine

Ihr werdet das schon sehen, was ihr davon habt. Frische, ihr kleinen Mäuse. Dann wandere ich auch aus.

Lori

Nee. Nee, nicht auswandern, doch. Nee, ich war ja Team nicht auswandern, falls du dich erinnerst. Ich war Team, mag die Vier-Jahreszeiten und. Wie fandet ihr denn da draußen so die letzten Folgen? Gebt uns nochmal Feedback. Beim Selbstnachhören müssen wir zugeben, die Nummer mit Tine Lori. Die war ein bisschen zu eingängig.

Tine

Das war doll.

Lori

Also für alle, die uns auf den Kopfhörer gehört haben, es tut uns leid, wenn ihr danach einen Tinnitus hattet. Ein Tinnitus?

SPEAKER_01

Oh Gott, war der schlecht. Aber das finde ich ein Tinnitus.

Lori

Und wie nennt man es dann bei mir? Das habe ich mich auch gerade gefragt.

Tine

Weil dein Lorettus. Lorettus. Das ist mehr wie Lorette. Ist auch wieder auswandern. Das ist eine völlig andere Geschichte. Okay, auch ein

Warum Oft Mütter Organisieren

Tine

Thema.

Lori

Unsere Leitfrage heute heißt ja freiwillig engagiert oder automatisch zuständig. Und das ist das, und da kommen wir heute wieder vielleicht ein bisschen auch mehr auf deinen Beruf. Du machst heute so ein bisschen die nicht die Rolle, sondern du bist es ja Lehrerin. Ich tu mal so, als wäre ich Lehrerin.

SPEAKER_01

Okay.

Lori

Nein, aber du hast ja so eine Elternabende und du siehst ja diese Momente, die eben meine Freundin an mich herangetragen hat und die ich jetzt über die Schullaufbahn meiner Töchter ja auch so begleite. Und deswegen frage ich dich jetzt einfach mal, warum sind das eben so oft die Mütter, die organisieren, die basteln, die eben auch noch in der Grundschule backen, Kuchenbazare machen und so weiter und so weiter.

Tine

Warum ist das so? Also, ich glaube, dass das nicht mehr unbedingt vollständig wirklich so ist. Ich glaube, dass das viel noch eine Wahrnehmung ist. Also, ich könnte jetzt mein Psychologiestudium rausholen, vom Gesetz der guten Gestalt spreche. Alle Lehrer da draußen, ihr wisst, wovon ich spreche. Ich nicht. Das ist genauso ein System, wenn du an der Kasse stehst im Einkaufsladen und denkst, mein Gott, es ist immer meine Kasse, die so voll ist. So ähnlich. Es ist immer meine Kasse, die so voll ist. Einfach, weil du irgendwann mal festgestellt hast, du stehst oft an einer sehr vollen Kasse und du löschst alle Momente, die nicht dazu passen, zu diesem Bild, was du dir schon gemacht hast. Und wann immer du wieder in deiner vollen Kasse stehst, denkst du dir, ja, ist ja wie immer. Und du löscht aber einfach alles, was nicht in dieses System passt. Und wie heißt das? Gesetz der guten Gestalt. Also du nimmst nur die Sachen, die in diese Gestalt passen, die du dir schon quasi zusammengebastelt hast. Also ist es nicht so. Ich glaube nicht, dass es, also ja, es sind wirklich viele Mamas bei den Elternversammlungen beispielsweise oder auch bei den Elternsprechtagen. Das stimmt schon. Ich glaube aber, dass das auch viel damit zu tun hat, dass die Mamas oft absichtlich und gewollt näher dran sind und Papas dazu neigen, eher Freiraum zu geben und sich in Dinge nicht so einzumischen. Und das dann dazu führt, dass Mamas dann eben auch den Part übernehmen, zu sagen, so, also wir müssen uns jetzt hier mal uns kümmern und wir müssen jetzt mal zu dem Elternsprechtag und wir müssen jetzt mal hier hin und dahin. Weil sie eher im Thema sind. Weil sie eher im Thema sind. Und ich glaube, wenn man jetzt sagen würde, du pass auf, also ich würde jetzt gerne mal ein Ja tauschen. Ich glaube, dass viele Papas sagen würden, ja, okay. Also ganz viele würden auch sagen, um Gottes Willen. Hat sie das gesagt? Hat sie nicht gesagt? Was ist mit dir? Also, das glaube ich auch. Aber ich glaube auch, dass viele Papas das vielleicht sogar gerne machen würden, aber sich in dieses Konstrukt, was sich so ja in Familien bildet, hast du ja auch schon mal erzählt, dass es da also bestimmte Rollenverteilungen einfach gibt, dass die sich da so einfinden und dass das okay ist, aber dass die auch bereit sind, was anderes zu machen, wenn man ihnen eine andere Aufgabe zuteilt. Also wenn man jetzt einmal tauscht und sagt, pass auf, also ab jetzt Frau gehst du Schnee schieben und dafür mache ich die Elterngespräche, glaube ich. Wäre der eine oder andere Papa auch bei. Frau würde sich freuen, Klimawandel, kein Schnee. Und Elterngespräche finden statt. Elterngespräche werden trotz Klimawandel. Ja, ist so.

Lori

Okay. Und auf die Grundschule geblickt ist mein Eindruck, dass nach wie vor doch mehrheitlich Mütter sind. Ich habe in den ganzen Schulgremien, die ich so ehrenamtlich durchlaufen bin, sensationelle Väter auch kennengelernt. Vorsitzender Schulkonferenz, Vorsitzender Elternkonferenz, super engagierte Elternvertreter. Ich will das gar nicht pauschalieren, aber die Mütter sind, glaube ich, die, die dann die Gedanken aus so Elternversammlungen für Thementage, Projekttage eben auch aufgreifen und umsetzen. Und da habe ich mich gefragt, ist es eine Erwartungshaltung von außen, weil das war ja schon mal Thema, jetzt muss es eben nochmal irgendwer aufgreifen. Oder ist es ein innerer Anspruch, dem man gerecht werden möchte? Und als Mama gesprochen, die Elternvertreterin ist, ist mein Anspruch bei meinen Töchtern immer, ihnen eine besonders schöne Schulzeit zu ermöglichen. Also auf Grundschule gedacht. Wenn eben gefragt wird, wer kann bei Projekttagen begleiten, war ich arbeitsbedingt meistens raus, aber habe mitgeholfen, aktiv Elternteile anzusprechen. Kannst du, kannst du, kannst du. Oder Kuchenbazare besonders tolle Sachen gebacken, weil natürlich ist das Kind total happy, wenn sein Kuchen als erstes ausverkauft ist, so, weißt du, so kleine Highlights irgendwie. Und ich bin ja in der DDR sozialisiert und meine Eltern schmunzeln ganz oft, wenn wir darüber reden, wie wir uns als Familie bei unseren Kindern einbringen und wie sich aber auch meine Eltern schon in meiner Schulzeit mit eingebracht haben. Mein Papa war immer auf Montage, der war unter der Woche nie zu Hause. Und ich bin ja noch samstags zur Schule gegangen für zwei Jahre, erste und zweite Klasse. Und ich weiß, dass irgendwann muss das Thema gewesen sein, unter uns Schülern,

Eigener Anspruch Und Schulalltag

Lori

angeleitet von meiner Klassenlehrerin damals, dass wir unseren Klassenraum verschönern wollen. Und ohne zu Hause Rücksprache gehalten zu haben, habe ich meinen Vater verkauft für mein Papa Malert. Was hat er gemacht? Weil er sagt, naja, wenn du mir zutraust, dass ich das mal, dann kann ich dich ja nicht enttäuschen, dann maler ich das natürlich. Ist bestimmt großartig geworden, aber das ist heute so ganz oft so ein Gag bei uns zu Hause, weil wir ja auch ganz viel machen. Und ja, da ist es mein innerer Anspruch für die Kinder und auch die Freunde der Kinder, auch die Eltern so ein bisschen mitzureißen und da so eine Dynamik reinzubringen. Muss aber feststellen, und ich bin ja auch bei dir Elternvertreterin, echt, ja? Ja, echt. Desto größer die Kinder werden, desto schwieriger wird es. So kleiner wird die Rolle irgendwie. Also ich weiß nicht, ob das vom Alter der Kinder dann abhängig ist, dass die sich jetzt phasenweise sowieso richtig schlecht motivieren lassen. Oder weil einfach die Dinge nicht mehr so von Eltern gesteuert werden, weil es die Kinder eben auch mit organisieren können. Ich erinnere an, ja. Können. Könnten.

SPEAKER_01

Können. Lust warm perfekt. Also was ist es? Das Konjunktiv 2 irreal. Genau, wollte ich als nächstes sagen. Das sag nochmal. Konjunktiv 2 irreal.

Tine

Also ich habe natürlich schweren Vergleich. Ich habe ja keine Grundschulkids und weiß nicht, wie Eltern sich da bewegen. Ich glaube, da ist es leichter, mit den Kindern was gemeinsam zu bewegen, weil ja, ich sehe auch, dass wir bei uns auch Klassen haben, die super engagiert sind und sich selber also einen Arm und zwei Beine ausreißen für so Weihnachtstage oder mit Ideen und weiß nicht was, aber du kannst eben auch manchmal Klassen haben, wo die Dynamik, die sie miteinander haben, einfach so auf deren soziales Miteinander ist, dass die nicht so den Blick haben für außen. Und da brauchst du eben irgendwie die Eltern, die Bock haben, was zu machen. Und im besten Fall hast du dann Kinder, die also eng mit den Eltern sind und dann Lust haben, okay, wenn meine Eltern das jetzt machen. Also ich würde zum Beispiel, also ich mache den Job jetzt eine Weile, wie wir ja schon in irgendeiner Folge festgestellt haben. Und ich hoffe immer noch, dass es irgendwann eine Klasse habe, wo Kinder und Eltern sich so lange irgendwie fein miteinander sind, dass sie Bock haben, auf einem Sommerfest gemeinsam was zu spielen. Eltern gegen Schüler oder Mitschülern, so Volleyball oder zwei Felderball, irgendwie sowas. Aber ich habe das für die falsche Altersklasse dafür, glaube ich. Weil ich sehe sie ja jetzt in der Phase, wo sie denken, Eltern. Und deswegen, glaube ich, werde ich mir diesen Wunsch erstmal nicht erfüllen können. Aber ist es auch noch so in der Zehnten? Sind die dann auch noch so? Ich glaube, es wird dann wieder ein bisschen besser. Also ich könnte mir vorstellen, dass, also ich hatte ja eine Klasse, die war in der Zehnten doll-Corona-mäßig untergepeinigt. Also da haben wir schon Mühe und Not nur die Abschussfeier zusammengekriegt. Und in der anderen Feier hat es sich nicht ergeben. In der anderen Zehnten, da haben die einfach so schnell was anderes organisiert, dass es also nicht die Möglichkeit gab, das irgendwie nochmal mit aufzugreifen. Aber das würde ich zum Beispiel witzig finden. Aber da, also um mal eigentlich auf die Frage zurückzukommen, die ursprüngliche nämlich, ob das mehr die Mamas sind. Ich glaube, dass sich das in der Grundschule deswegen entwickelt, weil die Mamas ja meist die Elternzeit nehmen und sich das dann quasi einfach weiterzieht. Die sind die ganze Zeit schon nah dran in der Kita, weil sie eben den Anfang haben mit, ich bringe das Kind hin und so weiter. Und ich glaube, dass ganz viele Mamas, also das kenne ich bei mir aus dem Freundeskreis, auch am Anfang Schwierigkeiten haben, das abzugeben, weil sie das das erste Mal machen und der Meinung sind, mein Gott, also ich habe jetzt gerade rausgefunden, wie es geht. Ich glaube nicht, dass er das kann. Und sich dann, glaube ich, erst so mit dem zweiten Kind so ein bisschen diese Entspanntheit einstellt, zu sagen, ja doch, also. Erwische ich mich selbst bei erstes Kind.

Lori

Einschulung war schon so lalalala, was für einen Ranzen brauchen wir denn wohl? Und nicht das Kind hat so, oh, ich brauche ja einen Ranzen, sondern ich war so, lalala, lass mal gucken. Oh, guck mal, der ist ja schön. Also so dieses erste Elternabend, Materialliste, ne? Und ich habe dann für mich irgendwann festgestellt, okay, also bevor ich saß auf diesem ersten Elternabend, ich habe jetzt nicht nur meine Notizen und diesen Materialzettel da, sondern habe auch mitbekommen, auf was es zu achten gilt. Bevor ich das jetzt weitergebe und von meinen zehn Worten nur noch sieben ankommen und dann am Ende die Dinge nicht so angeschafft werden, wie es erst mal erwartet wird, habe ich es selbst in die Hand genommen. Und dann ist es so, wie du sagst, dann wurde es ein Selbstläufer. Mein Mann hat mir total vertraut und wusste, hat sie unter Kontrolle, weiß sie. Und meine jüngere Tochter damals war auch tatsächlich ein bisschen enttäuscht, dass ich nicht Elternsprecherin geworden bin.

Tine

Du hast sie weniger lieb, jetzt ist es raus. Das ist der Moment. Nein, ich traurig.

Lori

Aber sie hat dich einfach nicht verblieben. Quatsch. Gut, dass sie es nicht hört. Nee, aber was noch meine. Nein, sie betteln aber auch gerade miteinander. Die Kleine fragt oft die Ältere, was glaubst du eigentlich, warum Mama und Papa ein zweites Kind haben? Und dann, naja, man sagt ja immer, wenn der erste Versuch nicht so gut würden, von man auch eher voll fies eigentlich. Nee, aber das Schulgesetz sagt, wenn du schon in einer Klasse Elternvertreterin bist, darfst du es eigentlich nicht auch noch in einer zweiten Klasse sein, auf der gleichen Schule.

Tine

Achso, verstehe.

Lori

Und damit war ich dann raus. Aber ich habe ihr versprochen, sie wechselt ja im Sommer die Schule. Sollten nicht andere Arme deutlich schneller vor mir hochschnellen.

Tine

Ja, das stimmt. Das passiert ja ganz oft, dass du sich um den Job des Eltern spreche. Also, da, also, puh.

Lori

Genau, aber so wie du sagst, wir machen die Elternzeit als Frauenmehrheitlich. Eigentlich schade, dass so wenig Männer übernehmen, aber auch Frauen abgeben. Das habe ich auch im eigenen Freundeskreis erlebt, dass es ganz schwer war, das Kind zu wickeln. Und du musst das machen und du musst das machen und du musst das machen. Und dann kommen wir nicht mehr so.

Tine

Und auch so ein bisschen so nebenbei einmischen in so Dinge. Ich glaube, du musst das jetzt so machen. Nee, sie mag nicht, wenn man das so und so macht. Auch spannend.

Lori

Schon auch der Papa bei dir. Kleiner Teaser auf die nächste Folge. Ja, und dann wächst man da so rein und das dann so loszulassen.

Tine

Ob das auch was mit unserem schon festgestellten Kommunikationsunterschied zu tun hat, dass Frauen einfach ja dazu neigen, sich mehr empathisch mit einzubringen und zu sammeln und so weiter und so fort?

Lori

Ich glaube ja. Und ich würde noch die These aufwerfen, dass wir in unserer Gesellschaft ja auch mehrheitlich Frauen auch oftmals in Teilzeit arbeiten oder sich die Arbeitszeiten so aufteilen, dass irgendeiner morgens da ist und einer nachmittags da ist. Und das sind mehrheitlich, glaube ich, die Mamas, die dann nachmittags zu Hause sind, um abzuholen, um die Hausaufgaben zu betreuen. Und wenn man dann eben sowieso schon so im Thema mit drin ist, dann nimmt man sich auch die Zeit für so eine Elternversammlung. Also, ja.

Tine

Also ich finde es immer am schönsten, wenn, also jetzt bei Elternversammlung ist ein bisschen voll, aber bei den Elternsprechtagen liebe ich doll, wenn beide Eltern kommen, werde Elternteile. Also das ist oft so bei Familien, die getrennt sind, aber bei Familien, die komplett quasi noch zusammen wohnen, da wird das mehr, finde ich total cool, dass sich da beide irgendwie, also dass man einfach die gleichen Sachen gehört hat. Und dass das nicht so nicht, ich gebe das weiter und dann sind es nur noch sieben von zehn Wörtern.

Lori

Weil auch da ist es total spannend, wie das eigene Kind ist. Und das ist wichtig, dass beide das dann genau so erleben, weil von diesem Erzählten, ja, so wie du sagst, einfach nicht so viel übermittelt

Mental Load Im Familienbetrieb

Lori

wird. Also in der Vorbereitung haben wir hier aufgeschrieben, wie viel Mental Load steckt in Ich denke da mal dran. Was glaubst du?

Tine

Ich glaube auch, dass das. Also, ich will jetzt nicht wieder die pauschalisierte Keule rausholen, die hatten wir ja schon mal beim Thema Jungs und Mädels. Aber es ist, ich glaube wirklich, dass derjenige, der diesen Part übernimmt und so an diese tausend Sachen denkt, oft unterschätzt wird. Ich glaube, das ist dem anderen nicht bewusst, wie viel dahinter steckt. Hinter Brotdose, hinter Tasche packen, hinter Elternversammlung, Elternsprechtag und alles, und allem, was so da in Kuh hört, Geld. Meinst du, dieses Spieler ist leer, ich brauche einen neuen. Genau. Also ich glaube, das ist dem zweiten Part, der, also unabhängig davon, ob der den jetzt freiwillig hat oder ob die Frau den auch nicht abgibt. Wir wollen das gar nicht judgen, sondern das ist. Nee, ist wirklich nur eine Feststellung. Ich glaube wirklich, dass man, dass einem das nicht bewusst ist, wenn man da nicht selber mal in diesen Schulen gesteckt hat und dass man selber alles so organisiert. Also vielleicht auch aufgrund der Tatsache, dass man eben, weiß nicht, die besseren Arbeitszeiten hat oder Teilzeit hat oder was auch immer und also die freien Zeitfenster dafür eher hat als der andere. Aber ich glaube, dem Part, der den Job nicht hat, dem ist das nicht bewusst, was da alles kann, kann wahrscheinlich auch nicht. Aber das ist viel immer wieder auf dem Schirm zu haben, da noch dran zu denken, da noch dran zu denken, da noch dran zu denken. Und das automatisiert sich ja dann so.

Lori

Es sind ja so Abläufe, die jeden Tag irgendwie stattfinden. Es geht ja schon damit los, an welchen Wochentagen hat mein Kind eigentlich Sport. Warum muss man eine Sporttische mitnehmen? Und dann verändert sich der Stundenplan. Oder es ist irgendwie ein anderes Fachfeld aus und Sport ist plötzlich die Vertretung, findet super selten statt, aber dann sind ja keine Sportsachen da. Oder meine jüngere Tochter, Weltmeisterin drin, Sportsachen verbummeln. Wer rennt denn? Wie geht das? Na, so Jacken kann man draußen auf dem Sportplatz mal liegen lassen. Und dann ist die Sportstunde zu Ende.

Tine

Wie viel Mental Load steckt in ihr im Denkmal dran?

Lori

Gar nicht. Null. Und bei mir ist dann aber, okay, Maus, jetzt müssen wir uns aber ganz schnell beeilen, weil vielleicht haben wir Glück und der Hort ist noch da oder die Reinigungskräfte sind noch da. Irgendwer muss uns jetzt ja mal kurz die Räume aufschließen und gucken, also wir finden es mehrheitlich wieder. Aber Tini, ich arbeite ja auch in der Schule, Grundschule. Im Winter Fundkiste Winterjacken. Geht das? Die laufen ohne Jacke nach Hause. Ich verstehe das nicht. Ich glaube, das ist bei uns auch so. Es gibt richtig hochwertige Winterjacken, wo ich manches Mal dachte, hm. Ich nehme mich doch glatt mit. Also noch nie gemacht, aber der Gedanke ist durchs Gehirn gehurscht, weil ich dachte so, krass, sie sieht aus wie neu und sie hängt hier ein, Mützen, Schals. Handschuhe, Handschuhe. Aber komm, Handschuhe verliebt man auch. Kennst du noch die Handschuhe von früher, die Band hatten?

Tine

Ja, habe ich genau gerade dieses Bild vor mir. Wie ich die so in meinem Ärmeln immer so. So siehst gerade aus wie der T-Rex.

Lori

Ja. Gefühlt dieses. Du konntest dich nicht bewegen. Genau, aber das ist dieser Mental Load. Und so entstehen, glaube ich, oft die Situationen, die wir mit Luise so besprochen haben, dieses sich nicht. Verstehen, wo der, also was bei dem anderen gerade läuft, und während der eine irgendwie noch gechillt, irgendwie ein Espresso trinkt und der Kümmerer schon denkt, trink mal deinen Kaffee ganz in Ruhe aus, ich muss ja nur rund zehn Minuten Zeit und Versammlung so.

Tine

Das macht doch ganz entspannt, ist da kein Problem. Doch nochmal bei Instagram. Nee, mach ruhig, ist nicht schlimm. Hab's nicht eilig. Macht gar nichts.

Nein Sagen Schuldgefühl Und Druck

Tine

Wie stehen wir dazu, wenn Frauen und jetzt wirklich genau Frauen sagen, nee, bin ich grandios?

SPEAKER_00

Bewundere ich, kann ich so selten. Muss man dann aber auch akzeptieren können.

Lori

Und oft erwische ich mich auch als Frau dabei, dass ich mir denke, warum denn nicht? Also, hä? Also bleiben wir bei der Elternversammlung, Kuchenbazar oder sagt dann jemand, nee, schaffe ich nicht. Hä? Du wirst es doch wohl schaffen, Kuchen zu backen. Also man stellt dann so eine Frage. Und eigentlich denke ich mir, wie gut ist sie eigentlich da drin, sich selbst vor einem Overkill oder vor Überlastung, vor Stress einfach zu schützen, indem sie sagt, nein.

SPEAKER_01

Wie gut ist sie darin, einfach die Arbeit auf andere abzuwälzen und zu sagen, seh mir nicht, mach dir doch die Scheiße alleine.

Lori

Ich esse eh keinen Kuchen. Aber was sagst du zum Thema Nein sagen? Bist du jetzt auch nicht die Beste drin?

Tine

Ist jetzt nicht mein Steckenpferd. Ist nicht mein Steckenpferd. Aber ich mag das auch und ich gebe zu, ich mag auch, wenn Leute sagen, ach geil, dass sie das gemacht hat. Und ich glaube, das mag ich mehr, als wenn jemand sagen würde, oh krass, dass sie einfach Nein sagt. Stimmt, muss ich ganz ehrlich sagen. Also ich man kennt ja immer die Geschichten dazu nicht, ne? Also wir wissen immer wieder allgemeinern mit dem Mann, ne? Mann, bitte. Ich weiß ja immer nicht, was dahinter steckt, wenn Mütter oder Väter auch sagen, nee, machen sie jetzt nicht. Natürlich denke ich als erstes aus meiner Perspektive als Lehrer, na schönen Dank auch. Also ist jetzt auch nicht meine Lieblingsaufgabe hier, aber geht uns ja alle was an. Also wäre schon cool, wenn vielleicht mehr als drei Leute mitziehen. Aber ja, natürlich, ich denke auch tatsächlich oft nicht drüber nach, ob das für denjenigen, so wie du gerade sagst, vielleicht wirklich einfach zu viel ist und er es wirklich einfach nicht schafft. Aber ich glaube, das hat was damit zu tun, wie derjenige das kommuniziert. Klar, stellst du dich jetzt vor, 25 fremde Personen nicht hin und sagst, oh, bist du da, also ist gerade mein Hund, meine Katze mit der Großmutter und meine Cousine dritten Grades. Die habe ich gerade hier zu Hause zu Gast und alle müssen zum Tierarzt. Deswegen schaffe ich es jetzt nicht. Aber ich glaube, die Art und Weise, wie jemand sich schon am besten mit verschränkten Armen hinsetzt und sagt: Ah ja, ich weiß, weißt du, was ich meine? Und ich glaube da erstmal super schnell, ich bin super schnell darin, dann zu sagen, das ist nicht so wichtig, ja. Okay. Alles klar. Weißt du? Verstehe ich.

Lori

Es ist ein Schmachlergrad. Aber eigentlich finden wir beide die Frauen, die wirklich sich bewusst abgrenzt und Nein sagen können, finde ich schon cool. Wenn sie dafür sorgen, dass der Papa dann macht.

unknown

Okay.

SPEAKER_03

Ja, das ist ja.

Tine

Also weißt du, was ich meine?

Lori

Ich stimme da sonst kommt das Kind zu kurz.

Tine

Eben, also es wäre schon cool, wenn jemand die Verantwortung übernimmt. Also ich finde das völlig in Ordnung, wenn Frauen für sich sagen, oh nee, ich bitte gerade, also das mit dem Kind, das möchte ich auch und ich möchte, dass das Hannelore gut geht nach Schule, soll ihr super gehen. Aber ich kann nicht nonstop nur das machen. Und deswegen habe ich mit meinem Partner das Agreement. Dankeschön, das Agreement zu sagen, okay, also ich mache, weiß nicht, in zwei Jahren klinke ich mich wieder ein und mache dann eben alles, was so ansteht, aber jetzt müsstest du es bitte machen. Das finde ich, finde ich voll cool. Und da denke ich auch nicht, was ist denn mit ihr los? Ist ihr Karriere wichtiger als ihr Kind? Also das auch nicht. Aber so dieses Verantwortung, dann teilen würde ich dann irgendwie schon gut finden. Und nicht einfach zu sagen, nö, sehe ich mir nicht.

Lori

Ich glaube, da haben wir auch wieder dieses unterschiedliche Alter, weil ich denke dann auch so, wenn jemand Nein sagt bei Grundschulkindern, wer soll es denn sonst für das Kind machen? Und ab einem gewissen Alter unserer Uber-Tiere, es ist, glaube ich, auch total cool, eigentlich mal Nein zu sagen. Zu den Kindern. Zu den Kindern. Ja, na das sowieso. Und aber auch im schulischen Kontext gibt es ja Eltern, die ihre Kinder aus jeder Scheiße rausboxen.

Tine

Ja, um Gottes Willen, ja.

Lori

Und da dann vielleicht auch mal die Eier zu beweisen und zu sagen, nee, weißt du was, Hannelore? Das macht sie jetzt alleine. Sieh zu. Kuf dir eine neue Jacke. Ja, Realitätscheck. Kauf dir eine neue Jacke oder du hast dem Lineal zerbrochen. Weiß ich nicht, das ist ja so ein Check irgendwie von Hannelore. Ja, Hannelore ist so.

SPEAKER_01

Guck dir mal die Eltern an. Na, von Hannelohre. Du hast ja keinen Begriff. Die kommen ja nie zum Elternabend.

Lori

Die sind ja nicht da. Und übrigens ist auch noch so ein Schlageltern. Ja. Die sagen nämlich nicht, nein, die sind einfach gar nicht existent. Nee, die sind Schattengestein. Aber Maulen, wenn Dinge nicht funktionieren. Ja, das geht auch gut, ja. Stimmt. Und ich glaube, auch diese Eltern meint meine Freundin, wo sie einfach sagt, Mensch, wisst ihr was, denn bringt euch doch einfach mit ein.

Tine

Burgelt doch nicht, aber macht es doch einfach. Oder akzeptiert die Dinge so, wie sie jetzt sind. Aber das ist wirklich weniger ein Bamaproblem, ne? Also das ist, glaube ich, so ein. Das ist so wohl als. Wahrscheinlich gehörtest du dazu, stell dir vor, es wären. Ist jetzt witzig, stell dir bitte vor, alle Eltern wären so wie du. Oh, krass. Nee. Total. Wäre auch krass, ne?

Lori

Also umgedreht. Stell dir vor, wir wären alle so wie ich.

Tine

Naja, ich könnte dann gehen. Also ich sag mal so, die Versammlung brauche ich dann nicht mehr leiden und meine beiden Kollegen auch nicht. Also ich würde mich dann einfach hinten in die Netzerei setzen und auf die Fensterbanken und freundlich gucken.

Lori

So liefen übrigens tatsächlich Elternversammlungen in der Grundschule. Da haben die Elternvertreter den Elternabend geleitet. Das muss auch eigentlich so sein.

Tine

Die Lehrkraft war dann quasi auch nur ein Gast. Ja, es gibt so Menschen, die können so ganz schwer Dinge abgeben, ne? Habe ich auch schon öfter gehört.

Lori

Was findest du, also wann oder andersrum, warum fühlen sich denn Frauen oftmals schlecht, wenn sie sich den Dingen entziehen? Also, Kuchenbassar ist geplant. Du sitzt da in der Elternversammlung und Frau Schmidt sagt, wo genau habe ich denn jetzt die Hannelore hier aufgeschrieben? Und du denkst dir, so, meine Güte, ich habe das noch auf dem Schreibtisch und die Dienstreise und der Hund und die Tante und die Cousine. Bin ich jetzt die Mutter von Hannelore? Ja. Ach ja. Also für den Augen. Ich wollte es sicher gehen. Warum fühlst du dich schlecht, wenn du einfach für dich selbst gut begründet sagen kannst, schaffe ich gerade nicht, nein? Und schleppst aber trotzdem dieses Gewissen mit dir rum.

Tine

Also ich glaube, ich könnte das auch nicht. Ich muss zugeben, also wäre ich Hannelores Mama. Ich würde es machen, ja. Ich glaube, also A, weil mir das leidmen würde, dass sich wahrscheinlich schon sieben andere Mütter gemeldet haben und oder zehn oder zwölf und Väter. Und ich habe mich jetzt nicht gemeldet, denke mir, okay, die denken jetzt, ich habe mein Kind nicht lieb. Zu Hause erzählen die Hannelores Mama. Hannelores Mama hat sich nicht gekümmert und dann erzählen die das Hannelore und dann sitzt Hanelore da und sagt, meine Mama hat mich nicht gemacht.

Lori

Mama, ich möchte gerne die Hannelore zum Geburtstag einladen. Nee, kommt nicht. Also die lambe nicht. Geschenkt, organisiert die Mutter ja nicht.

Tine

Die kümmert sich doch nicht. Also ich glaube, damit hätte ich schon Schwierigkeiten und ich glaube, also mir macht sowas, glaube ich, einfach auch zu viel Spaß. Ich freue mich einfach drüber, wenn Dinge funktionieren und wenn man dann irgendwie so in einer Gruppe irgendwas gemeinsam gemacht hat. Also deswegen fällt mir schwer, diese Rolle einzunehmen.

Lori

Aber das Schuldgefühl kennst du.

Tine

Wenn du, ja. Ich überlege jetzt gerade, also ich muss es mir jetzt mehr, glaube ich, aufs Berufliche übertragen. Ich glaube, das gelingt mir dann einfacher, das leichter, dass ich dann sage: Nee, mache ich jetzt einfach mal nicht, weil kann jetzt auch mal jemand anders machen. Kann jetzt auch mal jemand anders machen.

Lori

Und da gibt es ja auch in unserem Umfeld dann Kollegen, die sich dem zurückziehen oder andersrum. Es gibt ja auch super engagierte Männer, Väter, Kollegen und Frauen ziehen sich zurück. Glaubst du, dass nur Mütter, strich, Frauen dann diese Schuldgefühle haben und wir sie einfach dann mit unseren Freundinnen bequasseln? Weil wenn wir sie bequasseln, dann bekämpfen wir es ja. Also wir reden drüber und Jungs einfach nicht drüber reden.

Tine

Ich glaube, dass sich das bei Männern nicht so einstellt tatsächlich. Ich glaube, dass Männer in sich ruhender sind und nicht nochmal hinterher auseinandernehmen, warum jetzt Dinge so sind, so sind, warum sie jetzt dieses nicht und jenes nicht. Ich glaube, sie treffen eine Entscheidung, es ist dann so und dann wird dann nicht mehr innerlich noch siebten Mal diskutiert.

Lori

Und was machen wir mit diesem einen Vater, der eben in dieser Elternversammlung sitzt und immer richtig, also eigentlich auch wirklich gute Ideen hat, die aber immer die anderen umsetzen sollen. Würdest du den als Lehrerin ausbremsen? Würdest du dann auch mal irgendwann sagen, Herr Vater Hannelore, jetzt ist auch gut? Ist das jetzt mein Mann? Nein. Okay.

Tine

Jetzt hast du wieder gar nichts mit Hannelore zu tun. Oh Gott, ich muss mich aber heute viel umständen in deinem Gedankenexperiment hier. Okay, also Hannelores Vater ist jetzt nicht mein Mann und Hannelore ist nicht mehr mein Kind. Okay, alles klar. Ich glaube, ich bin nicht so schlecht darin, Leute davon zu überzeugen, dann irgendwie mitzumachen. Ich möchte es nicht Manipulation nennen. Aber ich kann mir vorstellen, dass es jetzt nicht selten vorkommt, dass Menschen sich dann wiederfinden in der Aufgabe und sich dachten, hä, wie ist denn das jetzt passiert? Sex- und Gemeinschaftsgefühl.

Lori

Wahrscheinlich, genau, das ist es.

Faire Aufgaben Verteilung An Schulen

Lori

In der Vorbereitung haben wir aufgeschrieben, was müssten Schulen tun oder ändern, damit Aufgaben gerechter verteilt sind.

Tine

Ich würde mir tatsächlich wünschen, dass das so wäre wie an amerikanischen Schulen. Da habe ich das schon ein paar Mal gehört, gelesen, gesehen, dass wirklich jedes Elternteil irgendeine Aufgabe mit übernimmt im Schuljahr. Also da gibt es eben wirklich einen ganzen Schuljahresplan. Also ist ja bei uns auch so, dass er ja wirklich das ganze Jahr über fest steht, was irgendwie wo ist. Und dass es auch klassenübergreifend ist. Also, dass zum Beispiel, weiß nicht, du, beispielsweise, wenn du jetzt, wenn du jetzt die Mutter von Hannelore wärst, dass du jetzt, also zum Beispiel immer beim Sommerfest dich um den Grill kümmerst.

Lori

Das ist dein Shirt so um, ich dreh die Würste um, ich kann nicht mehr so gut.

Tine

Du bist nicht Bernd und der um Grill. Wir müssen auch nochmal eine Musikfolge machen, fällt mir gerade auf. Kennst du die Hitze? Jetzt, wo es ja auch als Fernsehsendung gibt.

Lori

Das hab ich noch nicht gehört.

Tine

Nee.

Lori

Es hat bei uns der Weihnachtsmann gebracht.

Tine

Guck mal an, ich hab's noch nie gespielt. Mehrere Menschen. Oh gut, das ist so gut. Mehrere Leute haben schon. Es eskaliert, es eskaliert und das ist wirklich nur laut.

Lori

Aber wir kommen vom Thema ab. Okay, also ich mach den Grill.

Tine

Du machst den Grill und das ist halt dein, das ist halt klar. Du musst dir jetzt aber auch nicht noch bei 20 Kuchen-Basan dich irgendwie melden.

Lori

Also genau an der Schule ist.

Tine

Du machst jetzt immer den Grill. Genau. So wie, keine Ahnung, die Mutter von Erna immer den Trödelmarkt zum Schuljahreseinstieg organisiert und sich die Leute dazu sucht. Und immer, keine Ahnung, immer zehn Leute dafür anwirbt und die haben dann quasi ihre Aufgabe für die Schule auch gemacht. Und die, die es nicht machen, das ist wie bei diesem Verein, wo die Arbeitseinsätze machen. Entweder du machst bei dem Arbeitseinsatz mit oder du gibst halt Geld dazu, um dich quasi frei zu kaufen. Das würde ich sinnvoll finden. Also wenn Eltern sagen, also bei aller Liebe schaffe ich nicht oder Menschen gehen für mich gar nicht. Hier sind meine, keine Ahnung, 50 Euro und dafür könnt ihr irgendwas aus dem Grill mitschmeißen oder was auch immer. Weißt du, wie ich meine? Du guckst mich an, als wenn, oh Gottes Willen, was für kranke Ideen.

Lori

Ich finde das total gut, weil es eine gewisse Planungssicherheit gibt, weil ich sogar glaube, dass Schulleitung, Klassenleitung wahnsinnig entlastet wäre, weil ja die Rollenmodelle so schon feststehen. Jetzt kommt mein Aber, die engagierten Mütter und Väter, die ich als Elternvertretung, in welcher Position Elternkonferenz, Schulkonferenz kenne, die machen das immer schon genauso. Also wenn Dinge anstehen, dann gibt es immer den einen Papa, der in der Grundschule immer am Grill stand, der es dann auch an weiterführenden Schulen macht. Aber es gibt eben auch immer die, die sich gar nicht mit einbringen. Und da würde ich irgendeine Verpflichtung durch die Zuhören. Ja, würde ich im Schulvertrag quasi würde ich mitmachen. Schulvertrag finde ich ganz grundsätzlich cool. Aus der Grundschule kenne ich das, dass Hausregeln mit der Unterschrift des Schülers im Hausaufgabenheft anerkannt wurden und auch für Eltern unterschreiben mussten. Und eben auch Smartphones, Handys und so weiter. Das finde ich richtig gut. Glaubst du, dass unsere, wir bleiben mal bei den klassischen Geschlechtern Jungs und Mädels, durch die Mütter und Väter auch so ein klassisches Rollenmodell erlernen? Oder glaubst du, dass sie trotzdem noch offen sind und durch andere Umfelder, Unterricht, Projekttage nochmal andere Rollenmodelle auch kennenlernen? Ich glaube, das wandelt sich doll.

Tine

Also ich glaube, wir sind jetzt so in den letzten Zügen der Generation, die noch in diesen klassischen Rollenbildern denkt, aber auch schon cool finden, wenn es eben nicht so ist. Also die schon zu schätzen weiß, ah ja, guck mal, es ist halt mein Papa, der sich immer da kümmert und es ist nicht immer meine Mama, die da sitzt. Oder mein Papa macht das sonntags mit mir, mit den, mit den, keine Ahnung, mit den Schultaschen und so.

Lori

Also dass das schon irgendwie so. Bei uns ist es Mathe. Mathe macht immer meinen Mann mit den Kindern. Bei mir muss ja Mathe. Mathe, Mann. Bei mir muss ein Eurozeichner hinter der Zahl stehen, komme ich drauf klar. Alles andere?

Tine

Aber. Ah, nee, bis zur 10. Klasse wirklich geht's. Also danach wird es dünn, aber. Okay.

Lori

Also glaubst du, dass Kinder schon durchaus auch andere Rollenbilder entwickeln? Wir

Fazit Ausblick Und Kontakt

Lori

hatten ja eingangs diese Leitfrage, ist man freiwillig engagiert oder automatisch irgendwie zuständig? Würdest du ein Fazit ziehen wollen? Und ich würde mich für und entscheiden. Cool. Aber die Idee wäre ich jetzt gar nicht gekommen.

SPEAKER_00

Aber und jetzt du.

Lori

Ich hätte im Augenblick gesagt, dass man nicht Mann, sondern ich freiwillig engagiert, mit aber dem Wunsch, wenn nicht sogar vielleicht auch ein bisschen monkey-mäßig einen Zwang, den Kindern das einfach schön zu machen. Und deswegen finde ich diese Idee von dir mit dem und finde ich ganz schön smart. Finde ich gut.

Tine

Ich habe kurz einen hellmoment gehabt gerade.

unknown

Sieht doof.

Tine

Hannelores Mutter hat den Halo.

SPEAKER_01

Oh Gott, Hannelore ist auch einfach großartig.

Lori

Aber Hannelore ist irgendwie auch richtig gut aus. Weil es einfach so abwegig ist. Hannelore ist richtig. Solltet ihr da draußen Hannelore heißen? Von der Nachbarin von mir ist die Enkeltochter Hanne. So süß.

Tine

Ich würde vorschlagen, Hannelore. Hannelores Mutter, Hannelores Elternvertreter, was auch immer du jetzt für eine Rolle nimmst. Ah, warte. Nein. Okay, gut. Dann übernehme ich das Schlusswort, wenn du das nicht möchtest, Hanne Lores Mutter oder Hannelores Elternsprecherin. Das ist mir völlig in Ordnung. Es war mir ein Fest. Ich möchte, glaube ich, irgendwann mal, dass wir einen Mann einladen, weil wir haben so viel.

Lori

Es gefallen ganz viel, also auch wirklich nicht ganz viel, aber eine handvoll engagierte Väter.

Tine

Aber kommen die auch her? Sind die so engagiert, dass die auch herkommen zu uns?

Lori

Vielleicht ganz direkt.

Tine

Okay, würde ich sagen.

Lori

Markus, wenn du das hörst. Du weißt, dass ich dich meine.

Tine

Markus, dich angesprochen.

Lori

Markus, los! Markus ist auch der Berndt am Grill.

Tine

Markus ist auch ein Berndt am Grill. Ja, Markus. Ist Markus am Grill dann?

Lori

Berndt ist irgendwie auch lustig. Hannelore.

Tine

Okay, wow. Das ist wirklich wieder schneller eskaliert. Also, ich würde wirklich gerne mal einen Papa oder insgesamt einen Mann hier haben, um unsere. Also eigentlich immer, wenn wir so eine aus dem Hintergrund, weißt du, den wir fragen können? Genau. Berndt, was sagst du dazu?

Lori

Wir haben hier noch was, ich glaube was ja nicht so, aber der könnte mal diese Rolle übernehmen. Ja, genau.

Tine

Schade, dass er aus ist. Es wäre so viel witziger gewesen, wenn er.

Lori

Ach, du Scheiße. Oh nein! Also ich halte in der Hand so ein Buzzer. Als wenn man eine Frage beantworten will, der dann so.

Tine

Genau. Wir bräuchten immer einen. Wie heißt das denn? Oh, jetzt hält mir das Wort nicht ein. Ein Korrektiv. Ein Korrektiv, der sagt, halt stopp. Jetzt rede ich. Gut. Logi, willst du schon anteasern, was wir in der nächsten Folge machen?

Lori

Wir sprechen über soziale Medien. Oha. Heißes Eisen, weil Streitthema in jeder Familie, Diskussionspotenzial, in jeder Klasse, Freundeskreis würde mir jetzt einfallen. Ja, same, same. Alle anderen dürfen immer, alle anderen haben. Und ja, lass uns mal versuchen, das ein bisschen auseinanderzunehmen. Was ich aber auch schön finde, du bist Hundemama, ich bin Hundemama, du hast auch ja wirklich so ein Pro an der Hand mit so Hundetraining. Mit so Hundesachen. Lass mal auch eine Haustiere.

Tine

Das finde ich gut.

Lori

Das wird das. Haustiere kommen. Haustiere, soziale Medien. Und wenn ihr, so wie dieses Thema heute, die Rolle der Frau, wenn ihr irgendwie sagt, ey, würde ich gerne mal durch eure Münder hören, also kontaktiert uns auf sämtlichen Kanälen, die euch einfallen. Brieftauben gehen auch. Den Angler erwähnt war.

Tine

Haben wir auch noch nicht erwähnt? Endlich mal wieder ein Angler. Und ich löse irgendwann mal auf, was die.

Lori

Ach ja.

Tine

Aber das hebe ich mir noch auf.

Lori

Du hast aber jetzt einen Spannungsbogen. Der ist lang, der Spannungsbogen, hoch, groß. Damit schicken wir euch ins Wochenende mit diesem Spannungsbogen. Vielleicht geht ihr Angeln am Wochenende. Man weiß es nicht, wenn. Habt ihr die besten Tipps angeht?

SPEAKER_03

Tontauben schickt Briebtauben. Fütterttauben. Danke, dass ihr uns zugehört habt.

Lori

Es tut uns jetzt schon leid. Habt ein fantastisches Wochenende. Und bis in 14 Tagen. Bis in 14 Tagen. Tschüss. Ciao.

SPEAKER_03

Tschö. Tschüss.

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