#ECHTJETZT | Realtalk Podcast
🎙️ #ECHTJETZT – der Realtalk Podcast, der sagt, was Sache ist!
✨ Ehrliche Gespräche. Kein Filter. Echte Momente. 🙌
#ECHTJETZT ist der Alltagspodcast für alle, die keine Lust auf Oberflächlichkeit haben. Tine und Lori sprechen unverblümt über das, was das Leben wirklich ausmacht — von Familienchaos über Freundschaft bis hin zu den Themen, über die sonst niemand laut redet.
Was euch erwartet:
Zwei Frauen. Zwei Perspektiven. Ein Podcast, der Humor und Tiefgang verbindet. Ob persönliche Geschichten aus dem Alltag, ehrliche Gedanken zu Gesellschaft und Gefühlen oder Anekdoten, bei denen ihr euch garantiert wiederfindet — bei
#ECHTJETZT ist jede Folge ein echtes Gespräch unter Freundinnen.
Tine und Lori nehmen kein Blatt vor den Mund. Sie teilen ihre Höhen und Tiefen, lachen über die absurden Seiten des Lebens und scheuen sich nicht vor den unbequemen Fragen. Authentisch, ehrlich und immer auf Augenhöhe.
Für alle, die sich fragen: Geht das nur mir so? — Nein, tut es nicht. Und genau das zeigt dieser Frauenpodcast in jeder Folge. Neue Folgen regelmäßig verfügbar auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt.
🎧 Also: Kopfhörer rein, #ECHTJETZT an – und mitten drin sein, wenn Lori & Tine das echte Leben auf den Tisch packen.
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🎙️ #ECHTJETZT – der Podcast für alles, was uns wirklich bewegt! 🙌
Willkommen in eurem neuen Lieblingsformat, gehostet von Christine „Tine“ Bäker und Loreen „Lori“ Tirado – zwei Frauen, die kein Blatt vor den Mund nehmen und über genau das sprechen, was uns im Alltag begegnet, beschäftigt, verwirrt oder zum Lachen bringt.
Authentisch, direkt, humorvoll – eben #ECHTJETZT.
Also: reinschalten, abtauchen, weiterempfehlen und Teil unserer Runde werden!
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IN DIESER EPISODE
Wir reden ehrlich darüber, warum Auswandern für viele nach Freiheit klingt und dann an Sprache, Bürokratie und dem eigenen Gepäck scheitert. Zwischen Finnland-Sehnsucht, Sonnenbrandträumen und Goodbye-Deutschland-Klischees suchen wir nach dem Punkt, an dem Mut zur echten Vorbereitung wird.
- Auswandern als Idee aus dem Feriengefühl heraus
- Reality-TV als Spiegel für falsche Erwartungen
- Wärme, Jahreszeiten und Klima als Entscheidungstreiber
- Sprache als größter Alltags-Stolperstein
- Kriterien wie Sozialsystem, Bildung und sichere Arbeit
- Auswandern wegen Liebe und warum das Druck macht
- Familie zurücklassen und nicht mehr Alltag sein
- Haustiere, Logistik und die unterschätzten Details
- Kinder, Schule und Spracherwerb als Chance und Risiko
- Politische Lage und Länder, die wir ausschließen würden
- Sabbatical als Testlauf statt endgültiger Schritt
- Fazit: mutig, neugierig, gut vorbereitet oder sehr glücklich
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Dies ist ein Podcast aus Leidenschaft, von uns für Euch. Alle Infos sind mit Herzblut und ohne Garantie.
Willkommens- und Urlaubsstimmung
LoriWillkommen bei Echt jetzt, dem Podcast mit Tine und Lori. Hier wird nicht beschönigt, nicht gefiltert und nicht so getan, als wäre immer alles easy.
SPEAKER_02Wir reden über das, was wirklich passiert: Im Kopf, im Leben und dazwischen. Echt jetzt? Hallo und herzlich willkommen zu Echt jetzt mit Tine und Lori. Was seufste.
TineNa, jetzt sind schon wieder so lange, lange her, die Ferien.
LoriJa. Ist vorbei mit dem Urlaubferien. Stell dir mal vor, du hättest immer Urlaubsfeeling. Dann würde ich trotzdem den Glückskeks vermissen. Na, ist gut.
SPEAKER_02Nehmen wir den Glückskeks trotzdem.
LoriStell dir vor, du hättest immer Ferien. Ich weiß nicht, wäre das nicht irgendwann super langweilig?
TineIch weiß nicht, wenn du jetzt auch sagst, stell dir mal vor, muss ich an dieses Meme, glaube ich, denken, was es eine Zeit lang gab. Titter nicht, hab gesagt, stell dir vor. War eine Zeit lang in der Schule voll das Ding. Wenn immer jemand gesagt hat, stell dir vor. Okay, dann komme ich raus. Ist gar nicht so schlimm. Wo wir aber drin sind, ist in dieser Glückskeks-Sache. Ja, ja. Also ich habe jetzt nicht so viel geraschelt, aber gut, ne?
SPEAKER_02Jedes Mal wieder.
LoriUnd jedes Mal wieder möchte ich sagen, ich habe gar kein Outdoor.
TineAch, schau. Oh, so, den teile ich nicht, ich muss los. Glückliche Ehe, großes Haus und viel Glück erwarten sie. Also wenn das nicht der Inbegriff eines Glückskekses ist, ist jetzt aber auch ein bisschen Pressure on dein Man.
LoriPressure's on. Oder aber, sag mal, er wandert aus. Alleine. Deswegen erwartet mich Glück oder? Nee, aber er hat es gehört. Dachte sich so, nee, eigentlich. Nee, das war alleine.
TineOh, nee, das kannst du mal alleine machen. Ja, du hast gerade auch schon Auswandern
Warum Auswanderung das Thema ist
Tineerwähnt. Unser Thema heute ist ja tatsächlich Auswandern. Das hängt ein bisschen damit zusammen, dass wir uns schon in diesem Feriengefühl ein bisschen sehen. Ich weiß gar nicht, wie war denn die Überleitung, also die Überleitung gar nicht, aber wie sind wir denn auf das Thema gekommen?
SPEAKER_02Über Trash-TV und wir waren bei Goodbye.
TineGoodbye Deutschland. Stimmt, aber jedes Mal bei GoodBei Deutschland gibt es ja ganz viele solche Familien oder Konstellationen, die so anfangen auszuwandern mit 3,50 Euro auf dem Konto, nur Sprachkenntnis und sich denken, das wird super.
LoriJetzt weniger arbeiten und endlich mehr Zeit für die Familie.
TineAuch endlich mehr Leben. Und dann sind sie genau zwei Wochen später wieder da und sagen, ach komisch, das hat jetzt gar nicht so gut funktioniert.
unknownGut.
SPEAKER_02Ende der Folge.
TineAber ist nicht schlimm, kommen die nächsten gleich hinterher, die es ja auch plant. Ah, es ist schon witzig. Meine Erfahrung bei Goodbye Deutscher, also früher gab es ja auch noch auf und davon. Das fand ich tatsächlich ein bisschen, na, ich will nicht sagen cooler, aber ein bisschen spannender. Kennst du das auch noch?
LoriDas hattest du schon beim letzten Mal, als wir über dieses Trash-Di vorsprachen. Das waren die Schüler Studenten, die irgendwie haben.
TineGenau, die irgendwie mit einer coolen Idee irgendwie losgezogen sind als Rock and Travel oder irgendwie. Deine wollte Model in Amerika werden. Das war Daniela Katzenberger.
LoriDas ist Augenbraue. Stimmt, die hat ihre Bewerbung persönlich bei you helfen. Das ist auch die allerschärfste. So viel Goronis musst du auch erstmal beweisen. I'm from Germany. Sie ist Augenbrauenar echt.
TineOkay, auswandern. Würdest du auswandern? Nein.
unknownOkay.
LoriSo schnell ist ein Thema ausbeendet. Gut, Tor. Schönes Wochenende. Nee, tatsächlich. Also wir haben jetzt Aprilferien, ich kann verkünden, ich hatte schon den ersten Sonnenbrand. Yay! Und wenn ich wirklich auswandern wollen würde, müsste, könnte, ist ja auch so eine Frage, kommen wir ja später noch drauf. Mich würde es ja ins Wahme, glaube ich, irgendwie ziehen.
TineIch finde ja die Leute krass, die dann irgendwie auswandern nach Norwegen, Finnland, wo du dann ja wirklich neues Weltkrieg hast.
LoriDas ist zum Beispiel das, was meine jüngere Tochter und mein Mann sagen, Finnland. Die beobachten das politische Weltgeschehen und sagen ganz klar, lass die Sachen packen und sofort los nach Finnland. Glücklichste Land übrigens, ja. Die Finn machen, glaube ich, schon auch viel richtig, aber mich würde es eher dann dahin ziehen, wo es warm ist und da ich ständig Sonnenbrand habe, das wäre ganz, ganz doll viel großer Stress für mich. Und nee, ganz grundsätzlich bin ich wirklich nicht der Typ, der auswandern würde. Wir haben noch in einer Beziehung auch, also in unserer Beziehungsfolge darüber gesprochen, dass man ja mit seinem potenziellen Partner fürs Leben so abklopft, ne, so heiraten, Kinder, ne, das, was dein Glücksknickst gerade gesagt hat. Und bei uns war tatsächlich auch das Thema Auswandern mit dabei, weil für mich das einfach, ich weiß nicht, wie sich das mal entwickelt, aber gerade kommt es für mich gar nicht in Frage, weil ich diese vier Jahreszeiten, die wir in Deutschland haben, ich lieb's. Wir haben eine große Eiche außerhalb unseres Grundstücks, die uns im Herbst mit richtig viel Laub beglückt. Aber an diesem Baum, so zu sehen, wie der grün wird, wie der ganz voller Blätter hängt, wie der die Blätter abwirft, wie er kahl ist, das schon irgendwie mag ich doll.
TineAlso da bin ich, glaube ich, wirklich zu stumpf. Also ich finde es schon schön, wenn dann Frühling ist. Ich finde das auch schon schön, wenn es ein bisschen Herbst ist. Und ich mag auch ganz doll Sommer und ich mag auch ganz doll Schnee. Aber so diese Zwischensachen, also wenn dann die Blätter langsam abgeworfen werden und es ist nass und kalt
Würden wir Deutschland jemals verlassen?
Tineund so. Ja. Nee, danke. Und ich mag auch nicht, wenn, oh, langsam könnte eventuell was blühen, aber es ist auch noch ein bisschen Frost nachts. Also erst die Eisheiligen abwarten, noch nicht Pflanzen. Ja, ja. Dieses. Das finde ich wirklich, also ich hätte gerne wirklich Sommer und Wintern, diese beiden Sachen würde ich nehmen. Ich finde, wie gesagt, auch ein bisschen Frühling schön. Also so einen ganz kleinen Übergang von zwei Wochen würde ich nehmen.
LoriWahrscheinlich macht die Natur das total gut. Ich finde auch.
TineAlso, das ist okay, aber ansonsten würde ich mich, wenn, dann auswandern, auch bei was warmes sehen. Aber mir geht es echt mit der Sprachbarriere los. Schüler, die es jetzt hören, werden sich wegspeisen, weil sie wissen, wie richtig gut ich Englisch kann, nicht. Und dass auch meine Kollegen mich regelmäßig damit aufziehen, wie schlecht ich Englisch kann und auch sich immer freuen, wenn ich ein englisches Wort benutze. So schlimm ist es dann übrigens doch nicht. Also verstehen geht ganz gut. Nur, dass ich jetzt auswandere und denke, ja, mit meinen englischen Sprachkenntnissen, da werde ich hier richtig was reißen.
SPEAKER_02This works.
TineThis works. Under all pick. Under all pick. Deswegen ist das wahrscheinlich ihr abwegig. Aber wir hatten das Thema auch, als ich meinen Partner kennengelernt habe, habe ich auch gesagt, also ich könnte mir das tatsächlich irgendwie vorstellen, dann dürfte aber, das klingt jetzt wieder sehr makaber, dann dürfte aus meiner Familie, glaube ich, auch keiner mehr hier irgendwie noch in der Gegend sein. Also meine Familie zurücklassen, das wäre, glaube ich, so mein größter.
LoriUnd das wäre es bei mir einfach auch wirklich. Meine Familie ist ja nicht wahnsinnig groß. Und wenn wir uns sehen, ist es super herzlich, super schön. Wir sprachen ja schon über so viele Traditionen, die wir auch haben. Und über das ein oder andere lustige Sprichwort meiner Mutter hatten wir uns ja auch.
SPEAKER_02Lass mich mal deiner Mutter ist. Das geht auf keinen Bug und kein Ei.
LoriNee, ich die so zurücklassen, natürlich Mobiltelefon, Messenger, du hast ja alles auf dem kurzen Weg, aber du bist nicht mehr Teil des Lebens. Und deswegen weiß ich nicht, wir haben ja für uns da diese These aufgestellt, das Auswandern vielleicht doch nur was für Mutige. Das glaube ich auch. Oder für Feiglinge, die da vorne laufen.
TineAlso ich glaube echt, dass es was für Mutig ist. Also ich habe auch, mein Gott, bei Deutschlandwissen sagt mir, es gibt auch andere Fälle, die also sagen, okay, es läuft hier wirklich in Deutschland gar nicht mehr und deswegen renne ich jetzt los und mache es irgendwo anders mit meiner Tochter und schnapp mir die und los geht's. Oder meinem Sohn. Das finde ich aber dennoch auch mutig, muss ich sagen. Also selbst wenn es aus einer Feigkeit entstanden ist, finde ich es trotzdem mutig, den Schritt dann zu machen.
LoriDas, die Kinder nochmal so ganz neu zu verpflanzen, dass das alles nochmal losgeht. Ich glaube, die meisten Konstellationen, wo das nicht so abwegig ist, sind, wenn es sowieso zwei unterschiedliche Nationen oder Mentalitäten sind, die sich so miteinander verbinden. Ich habe zum Beispiel eine ehemalige Kollegin, die ist, also sie hat mit ihrem amerikanischen Mann viele Jahre in Deutschland gelebt und sind dann aber in die USA zurückgegangen. Und sie hatten, er hatte ein Kind dort, sie haben hier nochmal zwei gemeinsame Kinder bekommen, die leben augenblicklich in Amerika und für sie war immer klar, dass dieser Moment kommen wird. Und ich habe immer gesagt, und wenn es dann soweit ist, und der Papa auch schon ein bisschen älter und nicht so gesund, sie hat immer gesagt, die ganze Familie ist darauf eingeschworen, dass dieser Tag kommen wird, wo sie zurückgehen nach Amerika, dass so seine Familie dann wieder der größere Teil wird.
TineUnd das wäre für mich, glaube ich, sogar noch das größere Problem. Dann finde ich es eher, also dann kann ich eher damit leben, wenn beide quasi genauso viel geben dazu, als diese Entscheidung zwischen, ja, okay, jetzt haben wir ganz lange hier gelebt für dich und jetzt wechseln wir aber rüber für mich.
LoriJetzt bin ich dran.
TineJa, genau, dieses Jetzt bin ich dran. Also da war letztens auch, habe ich irgendeine Wiederholung, glaube ich, auch von GoodBei Deutschland gesehen, wo ich dachte, oha, na, ob das was wird, die haben jetzt irgendwie 20 Jahre hier gelebt. Und jetzt sagt er so, und jetzt möchte ich aber bitte gerne nochmal wieder in meinem Land oder in meiner Umgebung sein. Und sie sagte, hm, klar. Und dann waren sie auch ganz schnell wieder da, weil das tatsächlich auch nicht funktioniert hat.
LoriAber wenn du auswandern würdest, wie würdest du dich mit dem künftigen Land? Also was wären Kriterien? Wir sagten ja gerade schon warm, vielleicht nicht englischsprachig. Ist es denn und dann wird es auch schwierig.
TineIst es denn mit Spanisch besser? Ja, total. Mein Spanisch ist wirklich außergewöhnlich schlecht. Muy bien.
SPEAKER_02Baguette.
Sprache, Arbeit und realistische Planung
SPEAKER_02So ähnlich. So ist es nämlich. Genau, das ist der Fakt. Aber was wären die Kriterien?
TineAlso ich glaube, es müsste ein Land sein, ich glaube nicht, weiß ich, es müsste ein Land sein, wo das Sozialsystem irgendwie gut funktioniert, also wo das gesichert ist, was so Sozialleistungen betrifft, also nicht, dass ich vorhabe, dort halt auszuwandern, dem Land auf der Tasche zu liegen, darum geht es mir gar nicht. Aber zu wissen, dass also auch für Bildung eine Menge gemacht wird oder für überhaupt diejenigen, die nicht so gut gestellt sind, dass es nicht nur Saisonarbeit ist, sondern auch klar ist, dass also das ganze Jahr, also für mich dann jetzt. Also ich sag mal so, Surflehrer würde ich dann nicht machen. Das wäre ja Saisonarbeitslosigkeit, ist ein Stichwort, die wir DRT-Menschen.
LoriWürdest du, ähm würdest du Bratwurststand machen oder was? Nee, was wär's? Zuckerwatte. Regenbogenzuckerwatte.
TineIch glaube, ich würde schon in meinem Beruf arbeiten wollen und ich glaube, das grenzt dann wirklich die Möglichkeiten doll doll.
LoriAber es gibt in fast jedem Land deutsche Schulen, Tine. Weil ja auch viele Diplomaten Kinder haben und die dann, also ich kenne das auch aus meinem schulischen Umfeld, da ist jetzt eine Familie nach Washington gegangen, drei schulpflichtige Kinder und die besuchen dort die deutsche Schule.
TineJa, aber also mein Leben spielt sich ja dann nicht nur auf Arbeit ab. Das heißt, ich hätte ja immer noch die Schwierigkeit, dass in dem restlichen Land, was nicht mein Arbeitsplatz ist, ja auch noch eine Sprache gesprochen wird, die ich nicht spreche. Also ich kann ja nicht in der Schule wohnen. Also kann ich schon, aber ist dann so gut, ja. Von daher bin ich wahrscheinlich bei Auswandern raus, weil ich glaube, also ich staune immer, wenn die auswandern und eben die Sprache nicht können, wo ich immer als erstes sage, meine Gott, Leute, lernt doch bitte wenigstens erstmal die Grundsachen so der Sprache. Also selbst wenn ich auch, na gut, Mallorca ist jetzt vielleicht ein gutes Beispiel, aber wenn ich nach Kanada auswandere, um da ein deutsches Restaurant zu öffnen, habe ich ja trotzdem Gäste, die nicht Deutsch. Englisch sprechen, du musst deinen Einkauf auf Englisch machen.
LoriDu hast Mitarbeitende, die vielleicht jetzt nicht unbedingt auf dich gewartet haben und deswegen auch eher englischsprachig sind. Was mich dabei auch immer amüsiert, ist, dass sie sich mit den Gegebenheiten vor Ort alle denken dann so, ja, dann kann ich mir ganz einfach ein Grundstück kaufen und eine Arbeitserlaubnis kriege ich ganz schnell.
TineUnd wie oft die auch selbstständig dann machen, wenn die da ein Geschäft eröffnen, also wenn die irgendwo Arbeitnehmer sind, denke ich mir immer noch, na gut, okay, das mag ja noch gehen. Aber wenn die nicht mehr.
LoriDie gehen immer alle All in. Und dann sind Frauen ganz oft verwundert, dass sie jetzt den philippinischen Mann heiraten müssen, um eine Arbeitserlaubnis zu bekommen, weil eigentlich Frauen da eher eine niedrigere Stellung haben, als ich möchte jetzt den Philippinern nicht zu nahe treten, bin nicht gut informiert, ob es da so ist, aber so an dem Beispiel.
TineOder dass du auch nur Geschäfte aufmachen kannst, wenn du das mit jemand machst, der von dort kommt. Das finde ich auch will. Das ist, glaube ich, in Thailand, glaube ich, ist das so.
LoriIst gut möglich. Oder aber, dass du Budget X auf dem Konto auch mitbringst, dass das alles so kontrolliert wird. Was ich mir durchaus wirklich gut vorstellen kann und das, ähm, gut, jetzt müsste ich dazu auch erstmal anfangen, Leute zu spielen. Aber so ein Lebenstum wäre schon, stell dir vor, du hast wirklich immer Urlaub und du kannst ganz viel ehrenamtlich machen, gehst vorlesen in der Kita und machst Nachhilfeunterricht und dann sind aber Ferien oder du nimmst dir einfach so vier, fünf Monate am Stück frei und reist. Und kannst dann dich vor Ort auch wirklich mit diesen Local Heroes, also mit den Leuten vor Ort verbinden, dir das wirklich angucken, machst, nicht so eine geführte Safari, sondern mit den Leuten vor Ort vielleicht sowas. Da habe ich schon, da hätte ich große Lust drauf, wenn Geld gar keine Rolle mehr spielt und du einfach so reisen kannst, dass du ganz viel von dem Land siehst und vielleicht auch wirklich so Dörfer besuchst, weil ich auch da wieder zugeben muss, dass ich oft sehr erschrocken von so Urlaubsländern, wie die Leute vor Ort tatsächlich leben. Mit wie viel sie, also ich habe so Verwelers vor Augen, wo wirklich die Armut, die Kinder einer Pfütze groß werden. Und die kennen das gar nicht anders. Da würde bei mir das Helfer-Syndrom auch ausbrechen. Ich würde alle retten wollen. Ich würde alle versuchen, mitzunehmen. Und ähnlich übrigens würde mir das auch mit Tieren gehen. Streunernden Hunden oder streunnde Katzen. Würde ich auch versuchen, alle zu retten. Also auswandern. Wie gesagt, für mich nicht. Was glaubst du, wann entwickelt der Mensch, vielleicht jetzt mal losgelöst von unserem Good by Deutschland-Klischee,
Liebe, Angst und Motivation zu gehen
Loriwann entwickeln Menschen den Wunsch, auszuwandern?
TineIch glaube, man muss ein bisschen ein Typ für sein. Ich weiß nicht, ob man sagen kann, man entwickelt sich da irgendwie hin. Also wahrscheinlich gibt es unterschiedliche Motivationen. Einmal aus wirklich völliger Unzufriedenheit mit dem Land, in dem man lebt. Das kann ich mir vorstellen, dass Leute sagen, also das, das, das und das, wirklich an Fakten, ist für mich hier wirklich gar keine Option, sei es Wetter oder Erfahrungen in meiner Arbeitswelt oder so. Und deswegen sagen sie, hm, okay. Oder aber sie haben einen Job, den sie total gerne machen, der in Deutschland aber für sie keinen Sinn macht. Surflehrer, ich würde das Beispiel nochmal anbringen. Was du ja nicht werden wolltest. Genau, was ich jetzt, genau. Solche Sachen, weißt du, wenn du so einen Bereich hast, wo du sagst, oh, da gehe ich total drin auf, aber das ist einfach nicht die richtige, nicht die richtige Umgebung dafür. Oder aber, wenn du eben doch so ein Lebensgefühl für ein Land einfach entwickelt hast, weil du da im Urlaub warst oder so oder das so oft gelebt hast, dass du dich so verliebt hast, dass du sagst, nee, also das.
LoriUnd hattest du das schon mal, dass du für dich im Urlaub alles so hattest, dass du dich so ganz wohl gefühlt hast und eben wirklich gar keinen Gedanken an zu Hause verschwendet hast? Ich, nee, wahrscheinlich nicht.
TineAlso stopp. Ich war mal für ein verlängertes Wochenende, das war mein erster Ausflug nach Wien. Ah, Wieneschön. Und da habe ich tatsächlich wirklich gesessen im Hotel und dachte, ob man nach Wien auswandert.
LoriJa, Wien ist schön, das stimmt. Also ich finde es. Das ist ja lustig, wir haben so Länder wie Österreich, Schweiz, was so um die Ecke ist, wir haben immer alles so über den Teich.
TineJa, ja, naja, oder ich fand Mallorca jetzt, Spanien, Mallorca, nicht so abwegig. Aber ist ja auch dann auch nicht. Naja, der ist Mittelmeer ist der kleine Teich, der in den Teich. Okay. Der geht. Ja, naja, wahrscheinlich, weil man ja auch. Also weil wir wahrscheinlich schon über das Wetter viel gesprochen haben und sich da Österreich und Schweiz jetzt nicht so extrem.
LoriSkiurlaub ist jetzt auch nicht so unser. Nee. Also Ski von Aprigis. Wie hältst du es mit der Liebe? Würdest du. Nee, wärst du wegen der Liebe ausgewandert? Stell dir vor, du hättest deinen Partner aus dem Internet über einstige, einschlägige Plattformen kennengelernt. Und es gibt ja wirklich. Es gibt ja den Typ Mensch. Es gibt doch den Typ Mensch, der im Gefängnis sitzt und dann Liebesbriefe von anderen Frauen bekommen und dann heiraten die und dann denken. Sie fliegt hin, weil sie so verliebt ist. Wo du als Zuschauer auf der Couch sitzt und denkst, nee, Alter, mach doch mal die Augen auf. Also, was erwartest du?
TineUnd dann kommt er raus und die kaufen ein Haus. Also sorry, aber ist ja auch schon passiert. Ja. Aber wie viele Male ist das nicht so passiert? Darüber redet wieder keiner, wie oft das denn schiefgelaufen ist. Da zeigen sie dir eine Geschichte mit der großen Gefängnis-Love-Story.
LoriAber weil es ist ja wohl genug Negatives in der Welt los, da muss man jetzt ja nicht noch die Liebe kaputt machen. Entschuldigung, mein Fehler. Also. Aber Leute wandern ja auch wegen der Liebe aus. Und das finde ich krass. Das ist, also, da würde ich wirklich wieder sagen, da gehört für mich der Mut dazu. Die, die vor etwas weglaufen, glaube ich, weil ich ja vorhin gefragte, sind das eher feig oder feige oder mutig? Ich würde sagen, es sind eher die Mutigen, die auswandern, weil die, die feige sind, die drehen am Flughafen wieder um.
TineJa, oder geben der ganzen Sache auch nicht so richtig eine Chance, glaube ich. Also die machen erstmal den Schritt, damit sie jetzt vor den anderen Leuten, wo sie so groß angekündigt haben, erstmal nicht blöd dastehen, aber dann ist der Rückweg recht deutlicher, recht schnell da. Also für die Liebe auswandern stelle ich mir wirklich super schwierig vor, weil ich, wie gesagt, ja schon vorhin gesagt habe, also dieses mit dem für jemanden etwas machen, finde ich ganz doll kompliziert, weil ich immer glaube, dass das zwischen Menschen dann steht. Es sei denn, also du wolltest sowieso schon immer, keine Ahnung, sowieso schon immer nach Amerika, wir bleiben jetzt mal bei über den Teich, und dann lernst du jemanden kennen, der da auch wohnt. Und dann ist es, weißt du, dann fügt sich das so.
LoriDas glaube ich, passiert den Leuten, wenn sie, also den Leuten ist auch geil, den Menschen, wenn sie nach der Uni nochmal so Work and Travel machen und sich dann vor Ort verlieben. Das kann ich mir auch vorstellen. Aber das ist ja auch nicht wirklich aus, doch, es ist auswandern. Na, wenn du dann da bleibst, ist es dann schon ausgewandert. Auch über hart. Also ich stelle mir das gerade vor, meine Töchter würden irgendwann nicht mehr zurückkommen. Wobei, es hätte auch vor Time.
TineMach sie doch mal schmackhaft. Du, wie sieht's aus? Work and Travel für dich? Fangen wir jetzt an. Fangen wir schon mal an.
LoriNee, solange da Trompete am Start ist, auf gar keinen Fall. Aber ganz grundsätzlich, die Liebe, das Geld, die Neugier. Was hat dein Partner gesagt, als du gesagt hast, ob er auswandern würde?
TineAlso wir waren uns da recht eigentlich, ich weiß auch gar nicht mehr, wie wir darauf gekommen sind. Ich weiß noch ganz genau, wo wir lang gefahren sind, als wir darüber gesprochen haben, lustigerweise. Aber ich kann dir nicht mehr sagen, wie wir dazu kamen. Aber ich hatte irgendwie, also wahrscheinlich ist es deswegen so hängen geblieben, weil das das erste Mal war, dass ich gedacht habe, dass ich mir das vorstellen könnte, dass, weil du bist ja dann nur mit demjenigen alleine, du hast ja kein anderes soziales Umfeld. Das heißt, wenn du mit jemand, also deinem Partner, auswanderst, dann seid ja nur ihr zwei. Und das war das erste Mal, dass ich so gedacht habe: doch, ich glaube, das würden wir hinkriegen. Das wäre schon ein bisschen. Na, das vielleicht auch, aber auf jeden Fall so, dass wir das trotzdem irgendwie ganz gut kompensieren könnten. Aber da habe ich gedacht, wir ergänzen uns so gut und sind so ein gutes Team, dass ich mir das vorstellen könnte, dass wir das aushalten würden, zu zweit so eine Herausforderung uns zu stellen und uns miteinander eben gut so irgendwie so gut arrangieren könnten, dass wir das nicht so extrem bemerken würden, dass wir jetzt
Familienbanden, Hunde und Logistik
Tineunser normales Umfeld nicht haben.
LoriAlso sich so eingerufen und auch aufeinander eingehen. Ja, was, dieses. Aber er hat Nein gesagt. Nee, er hat nicht Nein gesagt. Achso, also ist das tatsächlich eine Option?
TineNee, wir waren uns dann einig, also wir würden es schon machen, aber eigentlich waren wir uns dann auch einig, dass solange unsere Familien quasi noch eine Relevanz bei uns haben.
LoriUnd ich spinne jetzt mal, ihr habt ja drei Hunde und alle drei sind ja keine Handtaschen, wir kommen mit ins Flugzeug Shiwawas, sondern die sind ja groß. Ich würde das, glaube ich, nicht übers Herz bringen, für so einen Langstreckenflug meine Hündin in so eine Box zu sperren und dann ist die dann so ein Fracht halten.
TineDeswegen scheitern wirklich, scheiterten bisher alle unsere Überlegungen, wirklich mal eine weitere Reise zu machen mit den Hunden, weil.
LoriDas geht gar nicht. Also, sie würde diese acht, neun, zehn Stunden, ich, ich. Da muss ich die wirklich wegschießen. Ja, aber gefühlt sitzt man dann ja über ihr so, ne? Und ich würde die ganze Zeit so ein ganz schlimmes, schlechtes Gewissen haben, weil ich so egoistisch bin und jetzt so weit verreisen will, weil für Lot reicht der Ententeich. Also, ne, die ist hier total zu Hause.
TineAber ich könnte die auch nicht hier lassen. Also nehmen wir mal an, ich würde auswandern. Die müssten schon mitkommen. Das ist ja gar keine Option, wiederzulassen.
LoriOh Mann, krass. Richtig, unsere Flohkinder.
TineJa, ich sag dir.
LoriUnd Menschen können. Kinder, glaubst du, dass wenn die dann auswandern und jetzt hast du ja gesagt, du bist der englischen Sprache jetzt nicht so mächtig, du würdest dich da reinfuchsen. Ja, ach, ich würde das schon auch hinkriegen.
TineWenn ich da wohnen würde, dann würde ich das auch nicht auf die Reihe kriegen.
LoriAber es herrscht ja über eine Schulpflicht und die Kinder würden ja zur Schule gehen müssen. Da machen wir Erwachsene uns, glaube ich, auch zu wenig Gedanken darüber, wie ist es, wenn die Kinder zur Schule kommen und alle um sie drumherum eine andere Sprache sprechen.
TineIch glaube, wenn das eine Sprache ist, mit der sie sowieso in Berührung gekommen sind oder aber sie sind noch relativ klein, dann finde ich das ehrlich gesagt für Kids eine richtig coole Chance. Das steht außer Frage.
LoriMan reicht jetzt so von der Pubertät. Das Kind ist jetzt so 12, 13, 14.
TineWenn die Englisch haben und sagen, ja, okay, also ich habe richtig Bock mitzukommen, dann glaube ich, feiere ich das für die, dass die nochmal wirklich in der Schule starten können, die
Kinder, Schule und neue Sprachen
Tinekleinen Exhoten sind und so. Und wenn du jetzt so eine Rampensauer als Kind hast, die jetzt nicht nur in der Ecke sitzen und sagen, aber die würden ja auch nicht sagen, klar, lass uns auswandern. Also, ne? Für die stelle ich mir das richtig cool vor. Also wirklich nochmal, also nehmen wir mal an, du würdest so für drei oder vier, fünf Jahre quasi weg sein. Und die haben diese vier, fünf Jahre die Chance, in einem Land zu leben, die Sprache so gut zu lernen und so. Also für Kids würde ich das total feiern. Das ist super.
LoriDie kommen dann zurück, haben womöglich diesen englischen Führerschein oder amerikanischen Führerschein, haben da drüben auch diese Driver's License gemacht. Das ist schon wirklich herausfordernd und auch total eine Chance, auch im Portfolio auf dem Arbeitsmarkt, wenn du dann zwei Sprachen eben wirklich so für dich sprichst. Vielleicht denke ich dazu sehr an so eine sensible Kinderseele, weißt du, weil sehr Freundeskreis, also man kommt ja so ganz neu hinzu, weil dazu muss man nicht auswandern, sondern oftmals reicht es ja schon Umwuchse aus. Ja, genau. Schulwechsel.
TineStimmt schon.
LoriUnd wenn ich auch auswandern würde, muss ich dir sagen, Tine, ich würde Länder auch kategorisch ausschließen. Zum einen tatsächlich wegen der politischen Lage. Ich würde aber auch sowas wie die Domrep, wo du einfach weißt, da ist es ja schon fast eine deutsche Enklave, die da an Rentnern so aufgrund des Klimas, gut für die Haut, gut für die Lunge und so weiter. Tendriform. Ja.
TineKrankanaria.
LoriJa, danke. Also würde ich für mich wirklich ausschließen, würde ich nicht wollen. Und wie gesagt, mein Mann und meine jüngere Tochter schwärmen total von Finnland. Wir haben da mal eine Doku gesehen, warum das eigentlich das glücklichste Land der Welt ist und wie viel die für ihre Gemeinschaft machen, wie viel die in den wenigen Sonnenstunden an Gemeinschaft, ob es jetzt, weiß ich nicht, Sauna, ist jetzt vielleicht nicht so geil an Gemeinschaft, aber Feste, wie viel Licht so für sich und es ist schon, und ich bin dann so diejenige, die sagt, ja, aber es ist kalt. Ja. Und also.
TineAlso wahrscheinlich gewöhnt man sich da schon auch dran. Aber also ich sehe mich auch nicht bei immer kalt. Also ja, ich mag schon auch kuschelige Pullover, aber immer, immer, immer, bis auf, wie was sind das? Zwei Monate, drei Monate, wo du? Länger. Ja? Ich glaube, das ist die du keinen Pullover brauchst.
LoriAch so. Ja, das ist so ganz wenig. Das ist super wenig. Und dann hast du aber wahrscheinlich immer eine Strickjacke, weil.
TineDu dann denkst, um Gottes Willen.
LoriJa.
TineOder auch genau nicht. Da denkst du dir bei 10 Grad um Gottes Willen. Das ist ja puh. Kurze Hose. Kurze Hose raus damit. Ja, vielleicht ist es so.
LoriMan weiß es nicht. Mann. Und dein Umfeld. Wem würdest du von deinem Umfeld zutrauen auszuwandern? Das ist eine schwierige Frage.
TineMir würde jetzt ad hoc niemand. Keine Eltern.
LoriMama, Papa kannst du auch schon. Ach, nein, auf gar keinen Fall.
TineNee, ich habe jetzt gerade an eine Freundin gedacht, die nämlich auch, die hat nach der Uni, oder war die mit der Uni schon fertig? Da ist die nach Neuseeland eine Weile gegangen und hat dann auch, also die waren einfach, also ich finde ja Auswandern, also hier ist jetzt dumm, ein bisschen kleinstädtisch jetzt, aber für mich ist ja Auswandern schon auch, wenn du jetzt also den Norden von Deutschland verlässt und in den tiefsten Süden ziehst. Nach Bayern. Ja, verstehe ich. Also eine Freundin habe ich jetzt ja nach Würzburg gezogen, die kommt eigentlich aus Neubrandenburg. Und eine Freundin, die ist nach Offenburg gezogen, also auch mit einigen Zwischenstationen und so. Aber das fand ich schon auch krass. Und die ist wirklich super nah an der belgischen Grenze. Wir waren sie irgendwann mal besuchen und sind dann quasi rübergefahren. Das war schon ein bisschen cool. Aber das fand ich auch schon krass, dass du dich so weit umorientierst und da ist ja auch tatsächlich das Klima ein bisschen anders und so. Also das finde ich schon. Also der wiederum würde ich auch zutrauen, meiner Freundin, dass sie auch auswandern würde. Könnte ich mir vorstellen. Inzwischen hat sie zwei Kinder, weiß ich nicht, ob sie das jetzt noch so, ob sie da noch so Bock zu hätte. Aber die hat, ähm, die spricht doch perfekt Englisch, von daher wäre das jetzt nicht so ein Thema. Die war aber auch nach
Länder, die man meiden sollte und Finnland träumt
Tineder Schule oder während der Schule im Ausland. Die war in Amerika auch.
LoriDas ist dann immer so derselbe Typ Mensch, der irgendwie während der Schulzeit schon dieses Austauschjahr macht oder nach der Uni irgendwie Work and Travel macht, die dann so, so, so hungrig auch nach neuen einen, die vielleicht, das ist dann auch der Schlag Mensch, der nicht wegen der Liebe oder so, sondern weil er einfach sagt, ich bin satt hier, ich habe fertig, habe gesehen, ich brauche nochmal was Neues. So wie wir zwei uns eher geistig durch den Job immer wieder neu herausfordern. Sind das die Leute, die dann sagen, so, und jetzt mal noch was anderes.
TineJa, genau. Muss ich sie echt mal fragen, ob sie sich das jetzt noch vorstellen könnte, nochmal auszuwandern oder grundsätzlich auszuwandern. Weiß ja gar nicht, wie ihr Mann dazu steht. Ich werde es mal anbringen.
LoriJa, werde es mal an. Bei mir fällt aus meinem näheren Umfeld fällt mir. Ich glaube, eine Freundin aus Rostock mit ihrer Ehefrau, die wurde aufgrund der Geschehnisse hier in Deutschland irgendwann in Sackhauen, weil sie ziemlich papsatt ist von dem, was so politisch passiert. Ich glaube, da wäre dann auch so Schweden der Sehnsuchtsort. Das ist so seit Jahren das Ziel. Aber also meine Eltern sind auch raus. Meine Eltern sind jetzt Rentner und die verreisen super viel. Und meine Mama sagt immer schon, sie ist einfach auch wirklich gern zu Hause. Sie liebt ihr zu Hause. Mein Bruder auf keinen Fall. Also an euch da draußen, die uns zuhört und sagt, doch, ich bin dabei, sagt uns doch mal, warum. Und wohin? Ja.
TineDas würde mich auch interessieren, wohin so Leute?
LoriUnd wie bereitet man sich auf sowas vor? Was, Tine, wir sind doch hier Teamliste.
TineJa, ich würde wahrscheinlich auch 17 To-Do-Listen haben und 35 Informationskanäle und noch 97 Informationen.
LoriAllein der Punkt, dass du deine eigene Bude, Haus, Wohnung, wie auch immer, dass du das komplett leerräumst, verkaufst, vermietest, Mietvertrag kündigst, einfach sagst, so.
TineDa fällt mir eine Freundin von mir, die macht jetzt zeitnah einen Sabbatical und die will es auch nutzen, um nach Kanada zu reisen und durch Kanada zu reisen, so mit Indian Summer und so.
LoriSpannend, weil Sabbatical ist ja, du hast ja deinen, dein, also du weißt, es ist zeitlich befristet und dein Zuhause gibst du nicht auf. Das ist ja wie so Work and Travel. Dafür ist es halt auch geil, wenn du einfach cool.
TineUnd ich finde das super mutig, weil sie fliegt auch halt alleine, ne? Also sie ist dann wirklich alleine unterwegs, hat dann einen Mietwagen und reist durch die Gegend. Also ich bin super neidisch, einfach neidisch darauf, dass sie einfach so mutig ist, so mutig wäre ich ja im Leben nicht, da alleine durchzuziehen.
LoriNa, und auch die finanzielle, die finanzielle Lage hat, dass sie sich das leisten kann. Nein, sie hat das jetzt geplant.
TineAlso sie plant das ja schon, sie weiß ja, du weißt ja für die Seite. Genau, du plant ja für das Sympathic so, dass du ja von vornherein weniger Geld dann die Zeit davor hast, die du darauf sparst, um dann das gleiche halt zu behalten. Also das ist schon cool. Also ich feiere sie schon sehr dafür, muss ich mal sagen. Also ich finde es super mutig, bin, wie gesagt, auch ein bisschen neidisch. Gut, auch sie, Englischlehrerin, spricht halt super Englisch. Aber ich feiere das doll, dass sie das macht. Inzwischen auch, sie hat es mit so einem Reiseveranstalter auch geplant, sie hat also gesagt, das und das und das würde sie alles gerne machen. Ich persönlich könnte das nicht weggeben, ich müsste das alleine machen. Ich müsste genau wissen, okay, den Flug und nee, warte, da möchte ich jetzt dieses Hotel und das möchte ich sehen. Also ich hatte daran auch Spaß, das zu machen, aber sie hat natürlich jetzt den Vorteil, dass sie ganz viele Vergünstigungen eben auch hat, die der Veranstalter ja anbieten kann, wenn er ihr die Tour so zusammenstellt und die Flüge schon so aussucht und so und eben an Dinge denkt, an die sie jetzt vielleicht nicht denken würde, weil sie es noch nicht gemacht hat.
LoriDu hast dann auch so ein bisschen Komfort, oder? Das ist so Komfort Sabbatical, dass du eben geführt gelotst wirst durch dieses Land und weißt, die vermeintlich schönsten Sachen siehst du. Ihr wird trotzdem ganz viel Glück vor die Füße fallen, was sie nach rechts und links so nicht kannte. Also nee, die Orte hat sie selber festgelegt. Siehst du.
TineSie selber hat gesagt, das und das und das und das und das, das muss drin sein. Und sie möchte gerne ein Auto und sie möchte gerne so und so. Und die haben halt so die besten Konditionen
Sabbatical als sichereres Verfahren
Tinefür sie quasi dafür rausgesucht. Stark. Finde ich richtig cool. Also ich bin richtig gespannt, wenn sie sich auf den Weg macht.
LoriAber sie kommen wieder. Das möchte ich wohl geraten haben. Fräulein. So nicht hier. Ja. Spannend. Doch ein Sabbatical, das muss ich sagen, das könnte ich mir auch vorstellen. Wenn du einfach, also ich für mich, Kinder sind aus dem Gröbsten raus, sind für sich in ihrem ersten eigenen Leben so ein bisschen angekommen und du weißt, da musst du jetzt nicht mehr jeden Tag ein Auge drauf haben, dann, also ich könnte das immer nur dann machen, wenn der Hund irgendwann über die Regenbogenbrücke oder jemand würde sich kümmern. Also in 100 Jahren, schade ja.
SPEAKER_03Ich denke genau ein bisschen, ne?
LoriAber weißt du, wie ich meine? Also es muss organisiert, um den Rest muss dich gekümmert sein, weil die Kümmerin ist ja dann nicht da. Ja, verstehe ich. Und dann wäre es aber schon auch nochmal eine Erweiterung des Horizonts, aber wahrscheinlich am Ende auch nur ein längerer Urlaub wieder. Und nicht auswandern. Weil auswandern bedeutet von Tag 1, dich mit diesem Land einfach wirklich auseinanderzusetzen. Und ja auch alles daran zu wollen, ne? Also auch nicht finden. Wobei auch da, come on, Good bei Deutschland, wenn dann irgendwie diese, wir bleiben in Amerika, in Texas, wenn dann die Deutschen sich dann immer denselben Restaurants treffen.
TineDas ist super schade, oder? Also ist schon cool. Ich kann den Gedanken daran schon verstehen, dass man sagt, okay, man fühlt sich sicher so, man muss sich nicht überlegen, okay, wie war das mit der Mentalität hier und wie mache ich das da und was sagt man wo, sondern dass du so ein Stück Heimat auch hast, das kann ich schon nachvollziehen. Aber ja, ich finde es auch schade. Also wie du vorhin als Beispiel gesagt hast, wenn die so ihre deutschen Ecken so dann nur so sind, ja, schon gut. Aber diejenigen, die halt einfach nur auswandern, also nur in Anführungsstrichen auswandern wollen, um einfach ein anderes Land zu haben, weil sie da schöneres Wetter haben, für die ist natürlich cool, dass es manchmal dann eben schon so deutsche Konstellationen gibt, die fertig sind, in die sie halt mit rein können.
LoriDa ist es, glaube ich, auch schön, wenn dir jemand mit deinen Problemen und Sorgen zuhört, der dich versteht, der das vielleicht auch durchlebt hat. Ja, da sieht man dann wahrscheinlich ja auch nicht alles von deren Realität. Also, du hast ja schon gesagt, das Scheitern dieses, das wird ja viel zu selten gezeigt. Weil ich glaube auch, das ist ja kein Unterhaltungsfernsehen. Wir wollen ja eher sehen. Na, also weiß ich nicht, ich glaube die meisten Leute. Ja, während ich schon gerade gesprungen habe, sind mir viele komische Dinge eingefallen.
TineAlso, die zeigen schon oft die gescheiterten Storys dazu. Also nicht die Knastgeschichten, da finde ich, gibt es nicht so viele, aber.
LoriMarglücke. Lass uns doch mal eine Doku machen. Wir gucken mal, ob wir vielleicht mit unserem Podcast irgendwie.
TineJa, machen wir so.
LoriNee.
TineNee, aber ich finde, bei den Auswandererngeschichten zeigen sie schon viel auch, diese Sachen, die dann eben scheitern. Also die brechen ja auch nicht einfach, also wenn du einmal anfängst, die wissen ja vorher auch nicht, wie geht die Reise. Wie geht die Reise? Wo geht die Reise hin? Also das wissen sie schon, aber wie geht es weiter? Und ich finde, da war schon oft so, ja, und wir wollten jetzt eigentlich nochmal hinfahren, aber wir finden die Leute, also jetzt in Deutschland wieder, weil das und das und das ist passiert. Oh, da gab es aber auch schon viele traurige Geschichten. Plötzliche Todesfälle, weswegen die Leute zurückgekommen sind oder die Frau, die Thailänderin, die er geheiratet hat, und dann hat die Brustkrebsdiagnose bekommen und die sind nach Deutschland gekommen, damit sie besser behandelt werden kann und sie ist letztendlich doch gestorben. Das war auch schlimm. Okay. Oh, das war auch sehr traurig. Da tat er mir auch wirklich doll leid. Okay, das war schlimm.
LoriDas ist halt wieder das Leben. Und ich glaube, dass man deswegen ganz zurückkommt, weil man hier vielleicht doch irgendwie weiß, was man hat. Das ist in dem anderen Land halt einfach die große Unbekannte. Und dann bist du der Sprache nicht so mächtig, dass du irgendwie, also jetzt mal ehrlich, Krankheiten sind ja sowieso schon schwierig. Latein, ne? So, was? Dann noch in einer anderen Sprache. Ich weiß, was Masern auf Englisch heißt. Mesels. Das ist ein bisschen süß. Mesels, weil wir ja auch ab und an mal Kinder haben, die aus andersprachigen, anderen Sprachen, ja, ihr wisst, was ich sagen will, an die Schulen kommen. Und wir müssen immer einen Masern-Nachweis abfragen. Und ich weiß, das muss ich noch erzählen. Es sind Australier gekommen. Und meine Kollegin hat dann nach dem Impfausweis gefragt und hat dann so gezeigt, so Papier und die hat sich totgelacht und meinte so, hä, wie Papier? Also die Australier haben natürlich Digital. Alles, es war alles auf dem Handy. Schulbescheinigungen, Impfnachweise. Aber hatten wir bei den Corona-Impfungen doch dann auch, ne? Da hatten wir die dann auch digital. Aber nur da ließ auch nur das rein. Und die sind übrigens dann nach knapp anderthalb Jahren sind die wieder zurückgegangen, weil die Mama war Australierin, der Papa war Deutsche, drei Kinder. Die Mama ist hier nie angekommen. Oh, das ist ganz schlimm. Die sind dann wieder zurück. Die Kinder waren da drüben geboren, also die hatten ihre erste Hälfte des bisherigen Lebens in Australien verbracht und sind dann wieder zurück, weil sie einfach wirklich nicht angekommen sind.
TineWir hatten, weiß ich noch, in meiner Aber wie war denn die Geschichte dazu? Das kriege ich, glaube ich, gar nicht mehr zusammen. Aber ich hatte auch einen Schüler bei mir in meiner ersten oder in meiner zweiten eigenen Klasse, da ist auch die ganze Familie dann, ich glaube, aus Amerika oder aus England gekommen. Die Mama war englischsprachig und das war auch wirklich super süß, wie sie gesprochen hat. Das war so niedlich. Und sie hatte auch echt zu tun, sich hier so ein bisschen einzugewöhnen. Aber die waren auch toll. Also die waren auch richtig ein cooles Team. Und sind die geblieben? Ja, ich glaube schon. Also er war Deutscher, die sind geblieben, ja. Würde ich schon sagen. Das ist ein Abschluss gemacht bei uns.
Was macht die Auswanderung erfolgreich
LoriAlso, was ist unser Fazit? Auswandern ist was für die Mutigen, für die Neugierigen.
TineUnd gelingt nur bei den Gut Vorbereiteten. Oder den absoluten Glückspilzen.
SPEAKER_02Gibt's auch. Wo du denkst, ey, wie geht das? Mehr Glück als verstanden. Immer wieder auf die Füße fallen.
LoriVoll. Oh Mann, spannend. Also ihr da draußen, falls ihr, also Tine, bin ich wirklich interessiert. Falls ihr jetzt nicht mehr.
TineEs ist nicht wie sonst, wo wir nur so tun, als würde uns die Meinung interessieren, oder was?
LoriAch, wahr.
SPEAKER_02Das würde mich wirklich interessieren.
LoriJa, wenn jetzt da draußen jemand ist, der sagt, ich hab und ich bin und lasst uns mal teilhaben. Oder ich habe es demnächst vor. Auch spannend. Also wir kommen aber jetzt nicht mit dem Kamerateam mit.
TineNee, aber derjenige kann zu uns kommen und darüber erzählen.
LoriDas würde ich auch gut finden.
TineDann lasse ich doch die Kamera aus, wenn es sein muss.
SPEAKER_03Nein.
LoriWir sind dabei. Dann war das eine fantastische Folge, übers Auswandern. Sollen wir schon mal anteasern,
Hörergeschichten und nächstes Thema
Loriworüber wir in der nächsten Folge sprechen wollen? Mach mal. Social Media. Fluch und Segen zugleich. Wir haben uns natürlich eine andere Leitfrage gestellt. Wir machen das schon nochmal ein bisschen professioneller. Aber wir sprechen über Social Media. Über die Wirkung, über muss es sein? Kann man es weglassen? Wie war es, als es es noch nicht gab? Welche Bedeutung hat es?
TineUnd so weiter. In welcher Generation?
LoriDamit outen wir uns, dass wir nicht mehr die Generation sind. Na du, vielleicht noch ein bisschen mehr. Naja, nun tut man nicht so, als wären wir 100 Jahre auseinander. Also genug ist jetzt für Kompliment. An der Stelle sagen wir tschüss und ciao.
TineEin total schönes Wochenende mit tollem Wetter, für das man nicht extra auswandern muss. Ach, richtig. Sonnencreme vielleicht, ne?
LoriDer 1. Mai ist nicht mehr weit weg. Langes Wochenende. Ja. Ist mir sicher? Auswandern ins Spreewald. Wunderschön.
SPEAKER_02Yay. Aber zurück. Darauf eine Gurke. Darauf eine Gurke.
LoriIst geil. So, ihr merkt, wir sind auch fertig für heute. Wir sind ein bisschen urlaubsreif. Schon wieder. Tschüss und Ciao, sag eure Lori und dir.
SPEAKER_02Tschersi.
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