#ECHTJETZT | Realtalk Podcast
#ECHTJETZT ist der Realtalk-Podcast, der sagt, was Sache ist - ehrliche Gespräche, kein Filter, echte Momente. ✨🙌
Der Alltagspodcast für alle, die keine Lust auf Oberflächlichkeit haben: Tine und Lori sprechen unverblümt über das, was das Leben wirklich ausmacht - von Familienchaos über Freundschaft bis zu den Themen, über die sonst niemand laut redet.
Zwei Frauen. Zwei Perspektiven. Ein Podcast, der Humor und Tiefgang verbindet. Ob persönliche Geschichten aus dem Alltag, ehrliche Gedanken zu Gesellschaft und Gefühlen oder Anekdoten, bei denen ihr euch garantiert wiederfindet - bei #ECHTJETZT ist jede Episode ein echtes Gespräch unter Freundinnen.
Tine und Lori nehmen kein Blatt vor den Mund. Sie teilen ihre Höhen und Tiefen, lachen über die absurden Seiten des Lebens und scheuen die unbequemen Fragen nicht. Authentisch, ehrlich und immer auf Augenhöhe.
Für alle, die sich fragen: Geht das nur mir so? Nein, tut es nicht - und genau das zeigt dieser Frauenpodcast in jeder Episode. Neue Episoden regelmäßig auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt.
🎧 Kopfhörer rein, #ECHTJETZT an - und mittendrin sein, wenn Lori & Tine das echte Leben auf den Tisch packen.
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🎬 Eine Produktion von LGM Studios
#ECHTJETZT | Realtalk Podcast
Krise meistern - wo Humor hilft und Floskeln schaden
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Krise - jeder kennt das Gefühl, wenn alles auf einmal zu viel wird. Aber was bedeutet 'Krise' wirklich, und wann hilft Humor statt Floskeln? Tine und Lori sprechen offen über ihre eigenen Krisenmomente und was ihnen wirklich geholfen hat.
Wir starten mit einem Glückskeks, hören Hörerfeedback und lassen Freundinnen erzählen, wer wir sind. Danach drehen wir den Kompass auf „Krise“: Was heißt das, wo hilft Humor, und wann verletzen Floskeln? Am Ende laden wir euch ein, anonym Fragen an Luise zu schicken.
- Glückskeks als Aufhänger und Feel-Good-Ton
- Rückmeldungen zu Sprechtempo und Wunsch nach wenig Politik
- Selbstvorstellung über Stimmen aus unserem Umfeld
- Stärken, Zweifel und nervige Seiten ehrlich gespiegelt
- Warum „Wie geht’s?“ oft blockiert
- Was eine Krise ausmacht und wo sie beginnt
- Wettbewerb im Leid und offene Kommunikation
- Elternrolle zwischen Trost und Abtun
- Kontrollverlust, Lösungsmodus und Timing
- Humor als Bindung und als Risiko
- Einladung: anonyme Fragen für Luise, Trainerin für mentale Gesundheit
Schickt uns anonym eure Themen für das Gespräch mit Luise: Was ist für euch eine Krise und wozu wünscht ihr euch professionelle Einordnung?
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🎬 Ein Podcast von LGM Studios – Podcast-Produktion aus Oberhavel
Dies ist ein Podcast aus Leidenschaft, von uns für Euch. Alle Infos mit Herzblut und ohne Garantie.
Warm-up Mit Glückskeks
LoriWillkommen bei Echt jetzt, dem Podcast mit Tine und Lori. Hier wird nicht beschönigt, nicht gefiltert und nicht so getan, als wäre immer alles easy. Wir reden über das, was wirklich passiert: Im Kopf, im Leben und dazwischen. Echt jetzt? Hallo Welt! Es ist Freitag und damit eine neue Folge von Echt jetzt! Wir sind Tine und Lori und wir sind heute in der dritten Episode. Und wenn ihr ganz fleißig die letzten beiden Folgen schon gehört habt, dann wisst ihr, dass wir in jeder Folge mit einem kleinen Ritual starten, welches erstmal so klingt. Das ist der Glückskeks. Wow. Wir haben ja gesagt, wir starten mit so einer kleinen Weisheit. Und Tina hat jetzt so besondere Glückskekse mitgebracht, wie ich gerade gehört habe, auch mit Koffein. Das ist richtig. Also wir sind gar nicht bei den ganz langweiligen, sondern auch nicht langweilig. Schoko-Flavor und Koffein. Hat man das gehört? Wir auf unseren Kopfhörern, ja. Also, oha. In meiner Weisheit steht jetzt drin: umgebe dich mit mehr Menschen, die dich zum Lachen bringen. Ah, okay. Das finde ich ein bisschen witzig. Das ist quasi die Entstehungsgeschichte dieses Podcasts. Weil wir festgestellt haben, dass wir unglaublich gut miteinander lachen können. Übereinander auch. Mit wem lachst du am liebsten? Kannst du das so spontan beantworten?
TineNee, könnte ich gar nicht. Also ich finde das Lachen total verbindet. Spätestens wenn man sich kennenlernt und der Humor so weit miteinander, finde ich, dann ist schon mal gute Voraussetzung für was auch immer, für Pferdestehlen und so.
LoriFür so auch gemeinsam den Alltag irgendwie überwinden. Ich könnte auch gar nicht sagen, mit wem ich am liebsten lache. Aber ich kann sagen, dass ich gern lache. Und feststelle. Nein, aber ich feststelle, wenn ich Filme gucke, so angebliche Komödien, dann sitze ich echt auf der Couch ganz oft und denke so, es war einfach so erwartbar. Echt jetzt, ja. Also ich kann da nicht mehr so wirklich mich drüber abömmeln. Weiß nicht, vor 20 Jahren Mario Barth, erste Show. Habe ich Tränen gelacht.
TineAlso was immer noch geht, haben wir letztens erst festgestellt, meine Freundin und ich, Kurt Krümer.
LoriJa, gut. Der hat mit den Fahrradern nicht schön aus dem Wagen.
TineGenau. Stimmt, ja, Kurt ist. Dann war die 1-1 mit dem Schaf, die hat gerochen wie ein Schaf.
LoriGroßartig. Tine, Folge 3. Bitte. Und wir haben
Hörerfeedback Und Tempo-Debatte
LoriFeedback bekommen. Oha. Und ich möchte mich erstmal an alle da draußen bedanken, die so mutig waren, was geschrieben haben, reingehört haben und dann noch gesagt haben: hey, finde ich cool, aber und es war gar nicht negativ, es war durch die Bank weg positiv mit hier und da ein bisschen Verbesserungsvorschläge. Der erste Kommentar, den ich bekommen habe, war, wir reden zu schnell. Sag was dazu.
TineDas ist schwer, finde ich, für mich zu beantworten, weil ich finde es natürlich nicht. Also, ich würde jetzt lügen, wenn ich sage, das habe ich ja noch nie gehört. Also das erste Mal, dass ich so ein Feedback kriege. Aber ich glaube, das liegt einfach auch so an dem Flow und dass man unser Sprechtempo wahrscheinlich nicht gewöhnt ist. Für uns ist es normal, aber ich habe mir auch schon sagen lassen, ich wäre jetzt niemand, wo man bei WhatsApp die Sprachnachrichtengeschwindigkeit noch hochstellt. Das stimmt bei mir, glaube ich, niemand.
LoriDoch, ich habe dich meistens auf 1,5, aber auch nur, weil ich gedanklich dir schon folgen kann.
TineAber du hörst dann noch alle einzelnen Wörter oder hörst du ein Wort und weißt, wie der Rest dazu ist? Nee, ich höre es. Ah ja, okay. Gut, dann rede ich offensichtlich noch langsam genug. Das möchte ich dazu sagen. Okay, also wir werden uns bemühen. Vielleicht, du, vielleicht ist das auch gar nicht das Tempo, vielleicht gehen wir einfach nicht deutlich genug.
LoriNee, das würde ich nicht sagen. Also zumindest war das nicht das Feedback, was ich bekommen habe. Dann, und das fand ich ganz schön, sind wir als Feel-Gut-Podcaster bezeichnet worden. Ah ja, das ist wirklich süß gewesen. Mit der Bitte um möglichst wenig politischen Inhalt. Und dem Aufruf können wir natürlich durchaus nachkommen, weil wenn ich. Wenn unsere Hörerinnen und Hörer da draußen mit uns mit dem Lächeln ins Wochenende starten oder mit einem Lächeln beginnen, je nachdem, wann sie es hören, finde ich total super. Wie wann sie es hören, natürlich sofort
Wer Wir Sind Über Freunde
Lorinach Erscheinung. Immer Freitag, alle zwei Wochen geht's los. Und eine wirklich gute und angebrachte Kritik, wie ich finde, du hast dich damit von Anfang an schwer getan. Wir sollen uns vorstellen, die Leute da draußen wollen wissen, wer wir sind. Jetzt wissen wir ja aus Folge zwei schon mal, wo weniger wir uns kennen. Das ist jetzt schon mal gedroppt. Genau. Und weil wir uns damit schwer getan haben zu sagen. Ich sag's ruhig, ich. Ja, aber ich könnte jetzt auch nicht einschränken. Also, worauf begrenze ich mich? Was wollen die Leute da draußen von mir hören? Mein Wohnort wird die wenigsten interessieren. Meine Körpergröße wahrscheinlich auch. Aber wir haben ganz schlauen Move gemacht, wie ich finde.
TineJa, das war eine ziemlich coole Idee, muss ich mal sagen. Logi hat vorgeschlagen, wir fragen einfach Menschen aus unserem Umfeld, Freunde, Partner und so weiter, so drei bestimmte Fragen, damit es nicht ausufert. Nicht mal, erzähl was über uns, sondern eben drei wirklich sehr gezielte Fragen. Und da hatten wir nämlich drei Stück, nämlich was sollte jemand über mich wissen, bevor er mir zuhört, also unserem Podcast zum Beispiel hört? Was würdest du sagen, was Menschen oft erst später an mir verstehen? Und das ist meine Lieblingsfrage tatsächlich. Ich glaube, alle haben sich schwer getan, die zu beantworten. Also nicht, weil es ihnen schwerfällt, was zu finden, sondern weil man so eine Sachen ja auch eher kritisch verstehen kann. Aber die Frage lautet: Was kann an mir ganz schön nerven?
unknownJa.
LoriDas ist meine persönliche Lieblingsfrage. Möchtest du anfangen? Ich fange an und wir haben gerade schon im Vorgespräch darüber gesprochen, du hast es nicht nur von einer Person beantworten lassen. Bei dir waren es mehrere. Meine Frage hat tatsächlich meine beste Freundin so für mich beantwortet. Und man muss dazu sagen, dass Anne und ich jetzt seit 35 Jahren wirklich befreundet sind. Wir waren nicht immer Besties, wir haben uns in der dritten Klasse kennengelernt, waren dann über die Abizeit miteinander verbunden, haben uns mal mehr verloren, mal weniger. Aber Anne hat es toll beantwortet, ich habe mich da drin wiedergesehen. Ich lese jetzt einfach wirklich vor. Also, was sollte jemand über mich wissen, bevor er mir zuhört? Anne schreibt, 1944, Mutter, verheiratet, jahrelang politisch und für Kinder in verschiedenen Gremien engagiert, jahrelang Karriere beim großen amerikanischen Textilunternehmen im Außendienst, seit zwei Jahren, nee, seit einigen Jahren im öffentlichen Dienst, zwei Pupertiermädchen und ein Fellkind, hat in Berlin gelebt und nu auf dem Dorf.
unknownOha.
LoriDas hat Anne geschrieben.
TineJetzt du. Tatsächlich gar nicht so viele Eckdaten. Also wer jetzt gehofft hat, es kommen mir voll die krassen Fakten über mich, denen muss ich jetzt leider enttäuschen, es tut mir leid. Ich zitiere, dass dein Kopf noch schneller arbeitet als dein Mund und der ist schon recht schnell. Du hörst oft besser zu, als man vielleicht manchmal denkt, nämlich auch dann, wenn du selbst gerade drei Dinge gleichzeitig jonglierst. Wenn man dir also zuhört, kann man sicher sein, dass hinter dem Ganzen, was du sagst, noch Gedanken, Welten und Erfahrungen stecken. Und eine andere Freundin hat geschrieben, du redest schnell und bist ehrlich.
LoriDas ist schön. Schon süß, oder?
TineAber da sehe ich dich auch. Ja, aber ich finde es witzig, wie unterschiedlich die Antwortarten sind, die Inhalte so. Ja. Ja, voll gut.
LoriOkay. Was würdest du sagen, was Menschen oft erst später an mir verstehen? Anne sagt, dass du mit Themen genauso struggles wie andere, auch wenn du so wirkst, als hättest du alles im Griff, dass du im Osten sozialisiert wurdest und wie alle anderen versuchst, nach bestem Wissen und Gewissen versuchst, das Richtige zu tun. Du warst nicht immer Mutter und auch nicht immer politisch engagiert und hast auch eine bewegte private Vergangenheit, die du auch bist, ich denke da an das Kind und den Teenager in dir, der herauskommt, wenn du in deinem Safe Space bist mit Menschen, denen du vertraust. Voll tiefgründig, oder?
TinePass mal auf, da wird es, glaube ich, ähnlich, ja. Tiefgründigkeit kann ich ja auch anbieten, aber es ist auch eine Freundin, von der ich es nicht anders gewöhnt bin. Dass deine Stärke kein Schutzschild ist, sondern eine Entscheidung. Du funktionierst nicht, weil immer alles leicht fällt, sondern weil dir Menschen und Verantwortung wichtig sind. Und dass du nicht lautem Aufmerksamkeit bittest, sondern konstant da bist. Das ist gut.
LoriDas ist auch so eine Liebeserklärung. Ja, das stimmt. So, und jetzt, jetzt bin ich sehr gespannt. Was kann an mir ganz schön nerven? Anne schreibt gar nichts. Nein, Quatsch, natürlich schreibt sie was. Okay, pass auf. Wie du auch guckt hast, wie ich reagiere. Glaubt sie das? Deine Prinzipien, die oft unumstößlich und das daraus resultierende, Unentspannte, manchmal deine Lautstärke und dass du glaubst, die Weisheit mit Löffeln gefuttert zu haben, wenn es um deine politischen Themen, öffentliche Verwaltung und Schulgedöns geht, du musst immer die Kontrolle haben und kannst schlecht laufen lassen. Sie schreibt: Alles mit einem Augenzwinkern und ich habe dich lieb, genau so wie du bist.
TineAlso jetzt, wo ich so lese und auch von dir höre, glaube ich, wir stellen noch mehr Fragen, damit das für uns persönlich einfach auch immer ein superschöner Start ist. Hier habe ich zwei verschiedene Sachen. Du lachst jetzt. Eine Schwornin schrieb, hä, ich verstehe die Frage gar nicht. Das ist wirklich passiert, ich kann es dir zeigen, es steht hier. Und ich finde, wir lassen das einfach runterstehen.
LoriDarunter steht ganz klein bearbeitet.
TineNein, steht es nicht. Weitergeleitet dreimal kopieren. Nein, nein. Aber die ehrliche Variante und ich kann das verstehen. Also erstens, das muss ich ein bisschen zusammenfassen. Erstens kommt man manchmal schwer an mich ran. Aber nicht, weil ich keine Zeit habe, sondern weil ich Phasen habe, wo ich über bestimmte Dinge einfach gerade nicht bereit bin zu gehen oder darüber Gedanken zu machen oder die Gedanken mit mir selber machen möchte. Und das zweite ist, dass ich die Frage, wie geht's dir, scheiße finde. Das ist leider so. Weil es getragen ist von Oberflächlichkeit. Wahrscheinlich deshalb. Also ich weiß, dass die meisten Menschen, die sie mir in meinem näheren Umfeld stellen, auch genauso meinen,
Stärken, Zweifel Und blinde Flecken
Tinenämlich, sag mal, was geht in dir vor und dass dahinter, wie geht's dir, noch so viel mehr Sachen stecken als und alles gut, weil alles gut ist auch sowas. Das ist auch so eine Floskel, da kriege ich krischte Krise.
LoriDas ist so ein bisschen America, wenn du irgendwo so einen Laden mit hörst. Hi, how are you? Ich hab's richtig im Ohr. Eigentlich müsste man sich mal daneben stellen und sagen, totally bad, not good. Irgendwie, ich bin jetzt nicht vorbereitet, mir fällt dich das richtig. Also auf Deutsch würde ich gerne sagen, danke, dass du fragst. Also ich bin frisch getrennt, meine Scheidung ist zwei Tage her. Bei mir hat man folgendes Diagnostic, also so richtig denjenigen mit so Bullshit überziehen, um dann zu gucken und. Interessiert dich immer noch?
TineHow are you? Ja, ich glaube, das stört mich daran, dass es eben so eine, bei vielen so eine Floskel ist und ich gar nicht, also ich habe gar keine Lust darauf zu antworten. Das tut mir total leid. Und wie gesagt, für alle diejenigen da draußen, die mich das fragen und super ernst meinen und genau das wirklich ernsthaft wissen wollen, nämlich genau den Bullshit, von dem du gerade sprichst. Aber ich habe so eine Ableigung gegen diese Frage. Ich kann das auch gar nicht, kann ich gar nicht wieder sagen, weil es ist wahrscheinlich wirklich diese Oberflächlichkeit und den Umstand, dass jemand, der mich, der mich gut kennt, mich das nicht wahrscheinlich nicht fragen müsste, weil er schon eigentlich alle Einzelheiten so weiß. Und dem Umstand, dass mich das jemand fragt, mit dem ich nichts weiter zu tun habe, ich ja also doch nur antworten würde, ja gut, aber das würde vielleicht nicht mehr so gut sein. Stimmt, also nicht weiter. Genau. Also das ist ja, weiß ich nicht, da bin ich raus bei der Frage.
LoriBin ich irgendwie raus? Aber es ist total spannend, wie uns unsere Freundinnen so nehmen und sehen und über welche Zeit sie uns eben auch so tragen und mal mehr und mal weniger intensiv und dieses, dieses, diese Draufsicht. Also das hat mich wirklich heute Morgen auch so ein Stück weit getragen, dass ich dachte, oh, krass, voll gut. Und dann habe ich mich gefragt, hätte das Letzte mir mein Mann auch so sagen würden.
TineIch wollte gerade sagen, ich wollte gerade sagen, eigentlich hätten wir wirklich auch mal die Herren in unserem Leben fragen müssen, was nervt denn dich am meisten? Ich habe es nicht gemacht, wo ich kurz darüber nachgedacht habe, wir hatten uns ja kurz darüber ausgetauscht und ich dachte mir, oh, das ist ein richtig gemeiner Move, weil ich weiß, dass er sich, glaube ich, nicht so wohlfühlt, das so zu formulieren. Also ich bin mir schon bewusst, welche Dinge an mir nerven, aber ich glaube, er mag nicht gern das dann auch vielleicht noch schreiben, sodass das für immer festgehalten ist.
LoriFestgehalten ist und dass es dann auch so in die Öffentlichkeit gerät. Genau. Okay, jetzt habt ihr da draußen ein bisschen besser den Eindruck, wer wir hier so sind. Wenn ihr jetzt das Gefühl habt, nee, reicht mir nicht, dann muss man wohl Fragen stellen. Fragen stellen oder lasst euch überraschen, ob wir vielleicht wirklich nochmal so ein Follow-up davon machen.
TineJa, das kann schon sein. Mal abgesehen davon, dass wir ja so viel reden, dass es sich nicht vermeiden lässt, dass einige Informationen, auch ohne dass wir ankündigen, dass jetzt eine private Information kommt, auch einfach so, glaube ich, aber deswegen haben wir den Podcast gestartet, um einfach so ein bisschen zu schnattern und dass die Leute da draußen, die uns zuhören, das Gefühl haben, oh krass, ja, fühle ich, geht dazu.
LoriDann könnte ich auch sitzen, ja? Ja. So mit einer Tasse Kaffee dazu. So geht mir das, wenn ich mit Anne-Themen bespreche und sie mir sagt, ich weiß, es ist bei uns auch so oder bei mir oder bei ihm, dann bin ich nicht mehr so allein damit und das tut total gut. Das war eine ziemlich gelungene Überleitung, muss ich sagen. Ach, sehr gut.
TineKat, wir haben vergessen, die Uhrzeit zu stellen. Ja, na gut, jetzt ist auch. 1837 ist auf meiner Kamera. Achso, du guckst da hoch? Ich gucke, wie lange die Zeit schon läuft auf meiner Kamera.
LoriZiemlich gute Überleitung. Und das war nicht abgesprochen. Ja. Sag mal, die Überleitung wohin?
TineAlso passenderweise fand ich auch den Glückskeks, ohne dass wir ja wissen, was in den Glückskeksen ist, finde ich den super passend, dass wir zwar heute in dem Glückskeks haben, dass man sich mehr mit Menschen umgeben soll, die einen zum Lachen bringen, aber es ja auch wahrlich dann gebraucht wird, wenn man eigentlich eher so ein bisschen in einer Krise ist. Und darauf haben wir uns gefragt, was ist denn eigentlich eine Krise? Und nehmen das alle so gleichermaßen, als Krise war, ist man da vielleicht irgendwie, ja, wir wollen ja mal nicht Mann sagen, aber bin ich, bist du, sind wir beide da vielleicht irgendwie super sensibel oder halten wir nichts mehr aus? Tja.
LoriGenau. Weil der Eindruck da draußen entsteht ja, dass es wenig
Nervige Eigenschaften Ehrlich Beleuchtet
LoriDiskussionen gibt, oftmals ist es gleich ein Streit, dass es nicht einfach nur ein schlechter Tag ist, sondern. Das Leben ist scheiße. Alles, genau. Und mir begegnen eben auch oft jüngere Menschen in meinem Umfeld, die mein Eindruck immer irgendwie auch eine Lebenskrise mit sich herumschleppen müssen, um irgendwie, ich weiß es nicht, spannend zu sein, spannend zu bleiben. Also so normal sein und einfach so, wie geht's dir? Ja, danke, gut. Und das ist auch noch so mein. Gefühlt wird es eben immer weniger. Und genau, sind wir Weicheier, sind wir zu emotional? Und in der Vorbereitung zufolge habe ich mir die Frage gestellt, was ist überhaupt eine Krise? Dankeschön. Bist du zu einem Entschluss gekommen?
TineNee, weil auch gerade während du noch erzählt hast, habe ich gedacht, ja, aber was bezeichnet man wohl eigentlich alles als Krise? Als du gerade so gesagt hast, dass man wenig Menschen begegnet, die wirklich einfach sagen, ja, ist alles gut und ob das daran liegt, dass jeder irgendwie da was bei hat, um interessant zu sein oder was. Ich glaube tatsächlich, dass es das nicht ist. Ich glaube, die Kommunikation über Dinge ist einfach offener geworden, weil dieses oberflächliche, wie geht's dir, glaube ich, nicht mehr so, ich sag mal, on vogue ist. Also ich glaube, man geht dazu über, offener darüber zu sprechen, was einen wirklich beschäftigt. Und den Trend finde ich eigentlich gut. Den Teil, den ich glaube ich nicht so gut finde, ist, dass viele Menschen der Meinung sind, ihnen geht es mit Ihrer Sache am schlechtesten. Und dass daraus manchmal so ein Wettbewerb entsteht. Das sehe ich in der Schule oft, dass die Mädels untereinander sich irgendwie so ein bisschen betteln, wer es jetzt eigentlich noch ein bisschen schlechter hat oder bei wem es noch ein bisschen schlimmer ist oder den noch schlimmeren Freund hat. Also das ist, was mir daran so aufstößt.
LoriJa. Und ich habe für mich in der Vorbereitung festgestellt, dass Krisen irgendwie einhergehen mit dem Leben. Dass vielleicht hat man die erste Krise, wenn man verliebt ist, also so die erste große Liebe und das geht dann zu Ende und man hat das erste Mal diesen Liebeskummer und weiß nicht so wirklich, wohin mit sich, wird vielleicht auch nicht von seinem Umfeld, von seinen Eltern oder von wem auch immer so in dem Aublick getragen, wie man es gerne möchte. Ich denke dann eben an Bridget Jones, deren Freunde immer vor der Tür stehen und die gehen immer sofort steil und alle haben Zeit und los geht's. Und sie fällt betrunken ins Bett und ist aber am nächsten Morgen verkatert ein Stück weit happy. Ich habe auch einen riesen Freundeskreis und das waren aber die Momente, wo ich auch gerne einfach so ein bisschen in dieser Krise noch schiffen wollte. Also ich wollte mich da noch so ein bisschen drin suelen. Ich überlege gerade, wo das war.
TineIst das ein Film ein Buch? Da geht es auch um Mitleid und Sohn oder war das bei einer Serie? Das kommt mir gerade ganz doll bekannt vor. Aber gut, das ist am Ende.
LoriUnd also so die erste Liebe, das erste Mal verlassen werden. Krise bedeutet ja während der Schulzeit vielleicht auch echt schlechte Noten. Prüfungen,
Smalltalk-Frage „Wie Geht’s?“
Loridie bevorstehen, ob jetzt der Führerschein, Schulabschluss. Reden ist für viele schon eine totale Krise. Obwohl unsere Gesellschaft immer offener wird, habe ich den Eindruck, dass viele verlernend zu reden über das, was sie bewegt, sondern lieber konsumieren und denken, ja, habe ich auch, ja, geht auch so bei mir, ja, fühle ich, ja sehe ich, aber ohne so über sich selbst mit jemandem darüber zu reden.
TineUnd beobachte ich, glaube ich, anders. Ich glaube, ich glaube, der Sinn und Zweck des drüberredens ist einfach ein bisschen Unterschied. Ich glaube, du hast schon recht, wenn du sagst, es gibt nicht so viele Menschen, die das teilen, um sich wirklich darüber auszutauschen und vielleicht, ja, ich sag mal, jetzt Hilfe zu holen. Das ist wirklich schwer. Aber ich glaube, es gibt auch sehr viele, die es teilen, um es zu teilen. Im Sinne von ein Gespräch zu haben, gesehen werden. Und das würde so ein bisschen in beide Richtungen passen, die wir gerade schon hatten. Ja, und was mir gerade so aufgefallen ist beim Thema, was man so früher, früher für Krisen hatte. Ich habe überlegt, ob man als Erwachsener vielleicht manchmal, gerade wenn man so die Krisen der Kids hört, vielleicht zu überheblich ist und sagt, also bitte, du denkst, das ist eine Krise. Warte mal ab, was zu Erwachsene. Super schade eigentlich, weil ich kann mich erinnern, dass es also in meinem Freundeskreis ist. immer auch Mädels gab oder auch Jungs, die sich von ihren Eltern gar nicht ernst genommen gefühlt haben, in dem, was sie jetzt gerade schlimm fanden und das so abgetan wurde mit, ach na, hab dich mal nicht so oder ist doch nicht so schlimm. Und das ist was, was mich ganz doll begleitet, dieses ist doch nicht so schlimm oder sei mal nicht traurig, dieses Absprechen von einem Gefühl, was man dazu hat. Ich meine, das sagt man so schnell dahin. Sei mal jetzt nicht traurig, reg dich mal nicht auf. Also alles, was so intensive Emotionen sind, wird so ganz schnell kommentiert mit, mach das mal nicht. Aber du sagst ja auch gerade selber, manchmal wollte man sich in der Krise ja einfach auch aufhalten oder in dem Gefühl einfach aufhalten, um sich damit zu befassen, um damit umzugehen, um da irgendwie auch von alleine wieder rauszukommen. Und deswegen ist es super schade, dass das ganz oft so die Reaktion ist.
LoriUnd ich bin ja selbst Mama von zwei Kindern. Bei mir ist es tatsächlich tagesformabhängig. Wenn ich total gut durch den Tag gekommen bin, gut aufgestanden bin, alles auch so ein bisschen läuft und auch alles so in seinen Bahnen läuft und ich auch ausreichend Zeit habe, für mich den Kopf freizukriegen, dann bin ich total okay damit, wenn einer der beiden zu mir kommt und eben was sagt, wobei dieses zu mir kommen nicht aktiv stattfindet, sondern sich meistens aus einer Situation heraus ergibt, wie war dein Tag, denk an dies und das, muss ich was unterschreiben und am Armbrutstisch kommt so dieses Gespräch ins Laufen. Und dann habe ich eben Luft und kann gut zuhören und bin auch für mich relaxed und gehe nicht gleich an die Decke und denke mir so, oh yo, komm, nicht jetzt, ist gut, also tut es als Lapalie ab, sondern versuch dann auch zu hinterfragen, warum, was macht es mit dir? Oftmals sind es ja auch Freunde, von denen berichtet wird, ne? Und dann gibt es aber eben auch die Momente, wo ich im Hinterkopf eigentlich schon wieder beim vierten, fünften, sechsten Projekt bin und das dann auch abtu von wegen, ja, ist nicht so schlimm, tu mal nicht so, so wie früher so, ne? Jungs weinen nicht. Und das tut mir dann oft leid, jetzt gehöre ich zu den Müttern, die sich wenig später dann so reflektieren, ich gehe dann nochmal auf meine Kinder drauf zu. Und oftmals habe ich dann verkackt, weil sie einfach nicht mehr drüber reden, weil dann kommt, nee, Pech gehabt, nee, will jetzt nicht. Also sie sind aus der Stimmung schon wieder raus und ich wäre dann aber dazu bereit und das tut mir dann total leid. Aber auch das muss ich sagen, das ist dann unser Familienbild, weil dass alle vier von uns irgendwie zugänglich sind für das Gleiche, das habe ich sehr selten erlebt. Also und Lebenskrise, Sinnkrise, also ja, es gibt so viele, so viel, ich glaube, das liegt immer im eigenen Ermessen, wie sehr man davon überwältigt ist und wie sehr sieht man einen Schritt daraus.
TineJa, das stimmt. Ich glaube so, was, also auch im Nachhinein betrachtet, jetzt kann man ja auch auf seine eigene Jugend so ein bisschen zurückgucken und man erinnert sich ja dann doch, okay, was war für mich so in der Jugendzeit schlimm und so. Und ich glaube, selbst mit dem Wissen, wie schlimm ich bestimmte Dinge in der Zeit fand, würde ich immer noch sagen, dass so die Sachen, die im Erwachsenenleben passieren, mich auch dann noch mehr irgendwie, also die Schüler sagen immer, auseinandergenommen haben. Aber so Themen, glaube ich, wo ich einen Plan hatte und dachte, okay, ich weiß ganz genau, wie das funktionieren soll, und dann passiert irgendwas Unvorhergesehenes und der geht nicht auf und das geht nicht auf. Und das sind, ich bin ein sehr planvoller Mensch, ich bin sehr strukturiert, habe gerne irgendwie eine ganz genaue Vorstellung davon, wie Dinge funktionieren sollen. Und wenn das dann nicht funktioniert, nicht, dass ich nicht spontan wäre, aber die erste Sekunde ist erstmal, fuck. Das war zu leise noch. Fuck. Das ist ja jetzt, oh Gott, was mache ich jetzt? Um Gottes Willen, stopp, jetzt geht das alles nicht mehr auf. Und dann dauert es echt ein bisschen, bis ich mich so berappeln kann. Und mir ist es, also ich rede da auch drüber, aber ich glaube, für mich ist es super wichtig, da selber irgendwie wieder einen Schritt rauszufinden. Ich freue mich über jeden, der dann für mich da ist. Ist eine übersichtliche Anzahl an Menschen, mit denen ich solche Dinge teilnehme zugeben. Also ist wirklich sehr übersichtlich. Aber ich brauche so diesen Plan, wieder da rauszukommen. Den muss ich irgendwie für mich selber finden. Und kannst du Hilfestellung annehmen? Schwierig, weil ich, glaube ich, oft in einer emotionalen Lage bin, in der mir alles dann zu viel ist. Also mir ist dann jeder Hinweis, zu viel, zu blöd, passt mir denn nicht, passt gar nicht zur Situation. Also ich bin dann bestimmt auch unfair, so mein Gedanken. Ich würde das nicht so sagen. Also ich würde nicht sagen, was ist das für bescheuerte Idee, kannst mal sein lassen. Also nein, das bin ich dann doch ein bisschen empathischer und diplomatischer. Aber ich weiß, dass ich
Was Ist Eine Krise Wirklich
Tinedas manchmal für mich nicht dann gelöst kriege, was mir jemand anders anbietet. Also das dauert eine Sekunde und ich tue mich ganz schwer damit, wenn ich mich, oh, das ist auch so ein Ding. Ist jetzt ein bisschen. Ich bin gespannt. Na, pass auf. Kennst du, das ist, glaube ich, auch so ein Frauen-Männer-Ding, aber ich entappe mich dabei, dass ich manchmal selber so bin, pass auf. Folgende Situation, du regst dich über etwas auf, was für dich jetzt gerade eine Krise ist und das regt dich wahnsinnig auf. Und dann gibt es Menschen, die sagen, ah, pass auf, ich habe hier voll die Lösung dafür. Und du denkst dir, hä, nee, ich brauch jetzt keine Lösung. Ich brauche jetzt jemanden, der sich mit mir darüber aufregt. Warum jetzt eine Lösung? Das bringt mir jetzt gar nichts. Und ganz wenig bringt mir jetzt Rationalität und ich muss mich nicht drüber aufregen. Ich muss mich jetzt darüber aufregen, weil das ist jetzt für mich in der Situation schlimm. Und ich bin aber selber ein Mensch, der das macht. Also wenn mir eine Freundin erzählt, du pass auf, das und das und das ist total nervig und richtig schlimm. Legst du gleich so bin ich. Und dann ärgere ich mich manchmal selber und denke, oh, das ist richtig unangebracht, weil das ist wahrscheinlich gar nicht das, was der andere gerade gebraucht hat. Ich habe mit einer meiner Freundinnen, sehr, sehr enge Freundinnen, den Deal, sie soll sagen, was sie jetzt gerade braucht. Also manchmal frage ich dann auch, ich sage es okay, pass auf, sind wir schon im Lösungsmodus oder sind wir noch im wenigen gemeinsam auf Modus? Sag, dann mach ich. Und dann klappt das klappt ganz gut. Also wir haben uns zwar einmal darüber ausgesprochen.
LoriSie kann dann für sich reflektieren, was sie noch gerade braucht. Ja, na klar, kannst du das nicht? Also ich bin ja wahnsinnig emotional und ich glaube, wenn ich in so einem Wirbel bin, dann könnte ich das für mich nicht so feststellen. Vielleicht im Gespräch und im Austausch wird es dann immer klarer. Oftmals brauche ich auch vielleicht erstmal nur so Zuspruch, Verständnis. Genau.
TineAber du merkst, wenn dir jemand genau das anbietet, was du gerade nicht brauchst, dann weiß ich dann nicht zickig.
LoriJa, doch, ja, ich weiß, was du meinst.
TineIch glaube nämlich schon, dass du das kannst. Das hätte mich jetzt sehr überrascht, wenn du nicht in der Situation weißt, was das ist. Und ich glaube, jeder, der irgendwie aus einem Bereich kommt, wo er viel mit Menschen zu tun hat und wo viel es auch darum geht, okay, wie war das für dich? Was hat es mit dir gemacht und so. Und wer sich diese Frage schon mal gestellt hat, glaube ich, der kommt super schnell dahinter, auch in solchen Situationen, sich zu fragen, okay, was brauche ich denn eigentlich gerade und warum regt mich das jetzt gerade auf? Absolut. Weil ich mich nämlich eigentlich gerade aufregen will und weil ich das nicht brauche, dass mir jemand eine Lösung anbietet.
LoriWeil ich jetzt Bridget Jones sein möchte.
TineGenau, ich möchte erst die Schokolade.
LoriUnd dann wild betrunken tanzen, dann sieht die Bude aus wie ein Saustall und dann beruhigt ins Bett gehen. Genau. Und morgens auffahren und hoffen, dass irgendjemand dieses Problem aufgeräumt hat. Ich kann mich an eine Situation erinnern und das begegnet mir noch heute, auch wieder in meiner Rolle als Mutter. Wenn meine Töchter früher mit dem Fahrrad gestürzt sind, dann habe ich das ganz oft erstmal so weggelächelt. Weil wenn den Kindern was passiert, gucken sie ja als erstes so zu Mama und Papa, also begleitenden Personen. Und wenn die gleich so, oh mein Gott, oh nein, fangen Kinder ja oft gleich an zu heulen, obwohl eigentlich gar nichts ist. Also habe ich mir irgendwann angewöhnt, wenn wirklich was Kleines passiert, dass ich eben erstmal so, haha, ist doch überhaupt nicht schlimm, hast du was gefunden? Das macht man bei Hunden auch so. Das mache ich aber heute auch noch bei meinen Kindern und sie sind ja nicht mehr klein. Wie sehr lieben sie das nicht? Meine jüngere Tochter findet es zum Kotzen und die sagt wirklich immer zu mir, Mama, kannst du jetzt mal aufhören mit deinem dämlichen Gelache? Ich habe mir wirklich wehgetan. Kannst du mich jetzt ernst nehmen? Und das tut mir so leid, weil ich will gar nicht lachen und ich will es auch nicht ins Lächerliche ziehen. Ihre Krise, aber das ist so in mir drin, dass ich es für sie nicht noch schlimmer machen möchte. Und deswegen das eben erstmal so belächle. Und wirkliche Krisen von meinem allerengsten Umfeldine reißen mich aber auch mit. Nicht, dass ich diese Krise genauso schlimm empfinde oder genauso diese Verlustängste habe, wenn man einen Job verliert oder sich, weiß ich nicht, eine Beziehung endet. Oder oder. Aber ich fühle dieses Gefühl dann eben wirklich, dass ich das mich betroffen macht, dass ich denke, ach scheiße, das tut mir total leid für dich. Und dann eben auch selbst schlecht schlafen kann, weil ich mir denke, okay, was kann ich jetzt tun? Wie kann ich jetzt behilflich sein? Und ich glaube, ich überfordere dann mein Umfeld auch, weil ich eher so lose dann auch so schaffe. Und dann könnte ich es immer so und das Annis Reflexion ist ja, ich bin manchmal zu laut und zu laut jetzt nicht nur von meiner Stimme, sondern auch einfach zu viel zu präsent dann.
TineGenau. Kann ich verstehen. Also ich kann, die Situation hatten wir noch nicht, aber ich kann nachvollziehen, was sie für eine Beschreibung meint damit.
LoriUnd so für mich kann ich glücklicherweise sagen, und ich glaube, dass das wirklich ein großes Glück ist, dass ich mehrheitlich mit Menschen umgeben bin, die gerne mit mir, aber auch über mich lachen
Reden, Vergleiche Und Wettbewerb Im Leid
Loriund die mich auch glücklich machen und ausfüllen und ich bisher noch keine wirkliche Krise im Leben erleben musste, außer mal Bandscheibenvorfälle und längere Transen. Nur so Kleinigkeiten, ich weiß, was du meinst. Also ich habe für mich angewöhnt, wenn ich so Dinge überwunden habe, dass das dann zu meinem Leben dazugehört, aber ich dem Ganzen gar nicht mehr so viel Bedeutung beimessen möchte. Nicht, weil ich mich selbst davor schützen möchte, sondern weil ich sie auf meiner Checkliste quasi schon abhaken kann. Unsere Co-Moderatorin Sally, für die, die unsere Videos, unsere, wie sagt man, Reels, Shorts, keine Ahnung, sehen, sitzt neben mir auf der Couch, starrt den Glückskeks an. Das ist, glaube ich, völlig irritiert, warum sie ihn nicht haben kann. Sally. Kakao und Koffein, Sally. Not. Sally, kannst du auf Kommando bellen? Ja. So, warte, hier ist dein Mikrofon, bitteschön. Sally? Sally?
unknownLaut.
LoriLaut.
TineDas war süß. Kannst du das nochmal richtig machen? Laut.
LoriSally süß. Okay, so ist mir fast lieber als richtig laut. Laut. Alles gut. Prima. Den Faden verloren wegen Sally dem Ganzen nicht so viel Bedeutung beimessen möchte, um eben wirklich für mich zu sagen, es gehört jetzt zu meinem Leben, ich kann es abhaken und es geht eben weiter. Aber diese Krisen zu durchstehen, dazu braucht man ein Umfeld und dazu braucht man so ein bisschen so eine Base. Ja, das stimmt. Und diese Base sind nicht nur die Leute, die uns beschreiben, sondern die man irgendwie auch, pass auf, so einen Lehrerspruch, wenn ich dich nachts um drei wecke, dann musst du es. Was heißt nicht so nicht? Ich würde das nie sagen. Weiß ich nicht. Also zumindest habe ich es noch nicht über dich gehört. Aber du kennst den Spruch auch nur aus deiner Zeit, als du Schülerin warst. Aber die du nachts um drei anrufen kannst. Und die auch den fünften Umzug mit dir gestalten. Und die einfach immer an deiner Seite sind und ja, das ist schon, vielleicht sollten wir mehr Krisen im Leben haben, um mehr Zeit mit diesen Menschen intensiv zu verbringen.
TineDie einen dann zum Lachen bringen und damit haben wir einen sehr hübschen Bogen zu unserem Glückskeks gefunden, finde ich. Aber das stimmt. Das ist schon super wichtig. Ich glaube, also ich finde manche Konflikte, und das wird uns ja auch noch eine Weile beschäftigen, das Thema, manche Konflikte, finde ich, lassen sich auch mit Humor einfach am besten auflösen. Deswegen finde ich die Idee mit dem Lachen gar nicht so doof. Mein Papa hat zum Thema, es fiel mir vorhin, als du gesagt hast, wenn sie sich wehgetan hat oder so, zu meinem Papa bin ich getan. Weil ich weiß, dass mein Papa das hört und schon sagt, ich weiß ganz genau, was sie jetzt sagen wird. Mein Papa hat früher, wenn ich mir weh getan habe, erstmal gesagt, zeig mal, blutet es? Und wenn ich gesagt habe, ja, dann war es wirklich schlimm, weil ich gesagt habe, nee, na dann ist auch nicht so schlimm. Okay.
LoriDas ist echt immer ein bisschen süß. Und ist das für dich so, dass du das auch heute noch so siehst, dass du erstmal sagst, okay, blutet es oder? Ja, tatsächlich. Siehst du, es bleibt einfach wirklich.
TineUnd inzwischen, wenn ich, wenn ich so erzähle, dass ich mich irgendwo irgendwo gestoßen habe oder so, dann begleite ich es aber schon mit, es hat sogar geblutet. Ich denken geblieben.
LoriJa, aber es macht uns eben auch. Und ich bin 38, das musst du mir überlegen. Ah ja, gut, aber wir sind ja geprägt von unseren Eltern, von unserem Umfeld. Meine Lieben da draußen, unsere Lieben da draußen, ihr da draußen, wie auch immer ihr Zuhörer. Wir quazzeln jetzt ja hier nicht nur so über Krisen, weil wir Bock haben, über unser eigenes Leben so zu philosophieren, könnten wir natürlich auch machen. Aber wir machen euch hiermit mal ein Angebot.
TineWir haben uns jetzt sehr ausführlich darüber unterhalten, was für uns Krisen sind, was uns beschäftigt, was uns hilft, aber wir sind uns natürlich bewusst, dass nicht jede Krise vielleicht immer damit gelöst ist, dass man einen besten Freund hat oder eine beste Freundin, mit der man sich drüber austauschen kann oder selber den Weg rausfindet. Und für diese oder auch die Situation, die wir gerade schon besprochen haben, wäre es vielleicht cool, jemanden zu hören, der sich professioneller damit auseinandersetzen kann und vielleicht noch einen etwas fachmännischeren, fachfrauischeren, gibt's das, Input geben kann. Und dafür haben wir uns eine Gästin eingeladen. Luise. Lori, möchtest du kurz was erzählen über Luise? Du kennst sie sehr länger schon.
LoriAlso genau, wir kennen uns länger, wir wohnen im selben Ort und ich bin eigentlich auf Luises absolut durchweg positiven Instagram-Videos hängen geblieben,
Elternrolle Zwischen Trost Und Abtun
Loriweil die so viele kritische Momente mit so viel Humor lösen, dass mich das angesprochen hat. Zudem ist sie mit einer engen Freundin von mir verwandt. Und ja, Luise ist Trainerin für mentale Gesundheit, systemisch integrative Paartherapeutin und hat sich in ihrer Arbeit neben Einzelcoachings auch auf Paare- und Patchwork-Themen spezialisiert. Und spätestens beim Thema Patchwork dachte ich so, ja, krass, ist eine Krise für die Leute, die es betrifft und habe ich für mich, für meinen Horizont eben gar nicht auf dem Schirm. Und unser Angebot an euch da draußen lautet jetzt quasi, schickt euch, nein, schickt nicht euch selbst, sondern natürlich uns, eure Anfragen, was ist für euch eine Krise, wofür wollt ihr mal eine professionelle Lösung hören? Was ist vielleicht auch ein Thema, welches wir mit Luise so bequasseln können. Und wir versprechen euch hiermit, dass das absolut anonym behandelt wird. Also wir verwerten eure Fragen, um ins Gespräch mit Luise zu kommen, um vielleicht auch für euch, das klingt jetzt ein bisschen nach Marketing, aber zielgruppengerecht zu sprechen. Und wenn ihr nichts habt, Tino und ich, wir haben ganz viele Ideen. Also keine Sorge, dass die Show dann auskommt. Der Katalog ist fertig. Und was, glaube ich, auch wichtig ist, ist, dass man diese Krisen nicht abtut. Genau. Und wenn sie einem bewusst werden, dann ist es ja, glaube ich, schon so, dass dann eigentlich der Punkt schon überstiegen ist, dass man sie eben nicht mehr so wegbekommt. Habe ich noch nicht drüber nachgedacht, könntest du aber recht haben. Weil ansonsten vergisst du sie einfach am nächsten Tag wieder.
TineSchon möglich, ja. Ja. Denke ich mal drüber nach. Genau, Leute, also wenn ihr Themen habt, die ihr gerne mal gehört haben wollt und dabei muss es nicht unbedingt gleich eine Krise sein. Wir haben auch das Thema Konflikte ganz oben auf der Liste, sowohl in Partnerschaften als auch im Arbeitsumfeld oder auch mit den Kids zu Hause. Da glaube ich, können wir beide Bände von singen.
LoriJetzt hast du wieder so eine Überleitung hier gebaut, so eine Rampe. Ohne dir ins Wort zu fallen, mache ich es jetzt doch, weil das ist ja das Thema unserer nächsten Folge, dass wir eben tatsächlich mal so ein bisschen darüber sprechen, wie Partnerschaften funktionieren. Egal ob jetzt Partnerschaften, Mann, Frau, Frau, Frau, Mann, Mann, Mensch, Hund, wie auch immer, was das so ausmacht und wie uns das umgibt. Genau.
TineAlso wir wünschen euch einen wunderbaren Start ins Wochenende, falls ihr uns wie gewünscht pünktlich am Freitag hört. Und wir freuen uns sehr, dass ihr zugehört habt und hoffen, wir hören uns dann ganz bald wieder.
LoriGenau, in diesem Sinne, schönes Wochenende, eure Lori und Tine von echt jetzt. Ciao!
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